Veröffentlicht: Montag, 29. Oktober 2018 in Kategorie: Allgemein

Der 15. Erlebniswandertag

Es gab eine Zeit, da beglückten Banken Sportvereine, die das Wandern für sich entdeckten, mit einem Wandergroschen. Das ist lange her, weit mehr als ein Jahrzehnt, doch beim FSV 1950 Gotha trägt diese Aktion noch immer Früchte. „Damals“, so Geschäftsführerin Ina Oschmann, „hoben wir unseren Vereinswandertag aus der Taufe und laden noch immer einmal im Jahr all unsere Mitglieder dazu ein.“ In diesem Oktober gab es bereits die 15. Auflage.

Diesmal ging es nach Tambach-Dietharz, wo sich immerhin 150 wanderlustige FSV-Sportler für eine acht Kilometer-Wanderung oder eine, die über 14 Kilometer führte, entscheiden konnte. Auch für die Nordic Walking-Sportler und die Kinder hatten die Organisatoren erlebenswerte Strecken vorbereitet. Die jüngste Teilnehmerin, die Tochter von Judoka Sophie Vogel, zeigte mit gerade mal einem Jahr erstaunliche Leistung beim Wandern

Während die lange Wanderung zum Röllchen und zurückführte, bewegte die kürzere die Vereinsmitglieder rings um die Alte Talsperre in Tambach-Dietharz. Hier hatten Ronald Werner und seine Frau Beate die Führung übernommen. Werner ist gleichzeitig Leiter der Sektion Wandern beim FSV. Seit vier Jahren sorgt das Ehepaar aus Finsterbergen für spannende und lehrreiche Wanderungen in der der Thüringer Heimat. „Wenn wir uns auf unsere monatlichen Touren begeben, kommen regelmäßig rund 20 Wanderbegeisterte mit“, freut er sich. An diesem Oktobersonntag waren es freilich etliche mehr, die mit den Werners um die Talsperre wandern wollten. Doch nicht nur die schöne Natur fesselte sie. Ronald Werner hatte eine Überraschung vorbereitet. An der Staumauer erwartete die Vereinsmitglieder Olaf Graf, ein exzellenter Kenner der Geschichte des Bauwerkes. Mit viel Leidenschaft erzählte er von der Geschichte der ältesten Thüringer Talsperre. Und zwar so ausgiebig, dass die Teilnehmer der kurzen Wanderung als letzte das Ziel erreichten, nämlich die Sportanlage des SV Motor Tambach-Dietharz.

Dort hatten die Motor-Sportler die Verpflegung der Gäste aus Gotha übernommen. Zuerst erreichten die Nordic Walker den Sportplatz. Und sie ließen sich die Bratwurst vom Holzkohlegrill schmecken, und zwar so reichlich, dass die Wurstbrater Angst bekamen, es würde nicht reichen und umgehend einen Boten auf den Weg brachten, der neue Bratwürste beim Fleischer orderte. Am Ende wurden jedoch auch noch die letzten Wanderer satt.

Der jährliche Wandertag bringt den FSV 1950 Gotha in Bewegung. Und so ganz nebenbei machen sich Mitglieder der unterschiedlichen Sektionen gemeinsam auf den Weg und kommen miteinander ins Gespräch.

Klaus-Dieter Simmen