Veröffentlicht: Sonntag, 25. Juni 2017 in Kategorie: Allgemein

Teamgeist und Durchhaltevermögen beim Rennsteig-Staffellauf und Thüringen-Ultra

Am 24. Juni 2017 fand der 19. Rennsteig-Staffellauf von Blankenstein bis Hörschel statt. Wir waren schon oft mit von der Partie, ob als Frauenteam oder mit „Schlump & Latsch“ sowie den Rennfröschen und Rennschnecken im Mix. Letztere beteiligten sich auch in diesem Jahr und hatten bei bestem Sommerwetter mit ihren Streckenabschnitten zu kämpfen. Gerade die freien Strecken der Mittagszeit waren sehr anstrengend, da die Sonne es ziemlich gut meinte. Letztendlich haben alle super durchgehalten und das Team erreichte nach 15:24:36 h gemeinsam das Ziel. Ein tolles Ergebnis was Position 23 von 67 Mixstaffeln einbrachte. Letztendlich war das gemeinsame Organisieren, Laufen und  Ankommen wichtig, wobei der Spaßfaktor die größte Rolle spielte. Gelungen – so das Fazit aller Teilnehmer: Kamen Pawlow, Olaf Meyer, Saskia uns Reinhard Anschütz, Michael Scholz, Maria Füldner, Ellen Rattmann, Petra Lausch, Andreas Becker und Kristin Börner sowie Radbegleiter Ralf Hirsch und Gerhard Kuno.  Die Staffel für 2018 wurde im Ziel gleich angemeldet. Was wir daraus machen, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

Eine Woche später fand gleich ein weiteres Event für Einzelstarter und Teams statt. Für das FSV Mix–Team hatte Thomas Wenige Gerhard Kuno, Maria Füldner und Kristin Börner gewinnen können. Sie fühlten sich super und erreichten durch ihre gut gewählte Aufstellung nach 8:47:24 h auf Platz 1 das Ziel. Eine „Wiederholungstat“, denn bereits 2013 gelang uns als FSV-Team dieser Sieg. Maria war auch damals dabei. Als Einzelstarter kämpfte sich Kamen Pawlow erneut über die 100 km. Er fasste seine  Eindrücke ebenfalls in einem Bericht zusammen, wie Maria für die Staffel. Herzlichen Glückwunsch allen Läufern – tolle Leistungen!

„Egal, was man leistet, es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man ein Ziel erreicht hat!“

Ina Oschmann                    (Berlin 2017 per Rad – 700 km in 32 h und vielen Eindrücken, die man nur so bekommt.)

 

“ Start früh 5 Uhr bei straffem Wind, Gerhard trotzte ihm und kam mit kleinen muskulären Turbulenzen in einer Superzeit von 2:24 h bei nun einsetzendem Regen auf der Glasbachwiese ins Ziel. Nun regnete es mal mehr, mal weniger, mal mit Wind und mal mit Nebel. Egal, wir trotzten dem Wetter und kamen durchgeweicht und eingeschlammt in 2:09 h Floh-Seligenthal an. In einer kurzen Regenpause übernahm Thomas den Staffelstab. Doch auch er bekam ziemlich bald eine ordentliche Dusche ab. In 2:06 h erreichte er Finsterbergen und übergab an Kristin. Diese Strecke entpuppte sich dann als die trockenste und Kristin brachte die Staffel in 2:06 h ins Ziel. Die Gesamtzeit von 8:47 h

bedeutete Platz 1 der 4er Mix-Staffeln, was uns sehr freute.

Fazit: Es war ein wunderschöner Tag trotz des Wetters. Am meisten litten  wahrscheinlich die Fahrradfahrer, ihnen gilt unser Dank Sie und wir sind Sieger, eine schönere Belohnung gibt es nicht.“

Maria Füldner

„Wenn ich heute die letzten 3 Läufe beim „thütingen ULTRA“ vergleiche, muss ich sagen: 2015 war die große Hitze mit bis zu 40 ° C – meine Laufzeit: 13:24 h; 2016 – beste Bedingungen – Laufzeit 12:24;
und 2017 – der große Regen, der mich unvorbereitet traf – 13:22, dafür noch eine gute Laufzeit!

Doch der Reihe nach. Den Start gab Horst Reinhardt vom Lauffeuer Fröttstädt Er wünschte mir viel Glück! Das habe ich auch gebraucht!
Nach dem Start das Übliche: Bin mit der ersten Gruppen gelaufen. War unaufmerksam, lief den Ersten hinterher und wir verliefen uns schon im ersten Dorf. Mussten zurück und dabei sah ich die Gruppe um Martin Armenat (gesamt 2.!) und Peter Flock nur von der Ferne. Schade, mein alljährliches Spiel ist es nämlich, dass ich mit dem super Peter 10 km mitlaufe und ihn dabei vollrede. Erst danach lasse ich mich „fallen“ und laufe immer langsamer.

Diesmal lief ich „allein“ bis zur Glasbachwiese (Km 27) und nicht schlecht. Der erste XXL-Lauffreund, der kurz davor am Straßenrand stand, war Jens Panse. Ich rief ihm zu: „Alles läuft nach Plan!“ Und dann am Wechselpunkt Glasbachwiese riefen mir hintereinander die Läuferin Maria Füldner und der Ringer Florian Crusius denselben Satz zu: „Du siehst aber gut aus!“
Unweit davon, ungefähr bei Km 30 begannen aber die Katastrophen! Alle werde ich nicht nennen, hier mein „Leidenslauf“ in Kürze:
Ich wollte Musik hören und stellte fest, mein MP3-Player geht auf Dauerschleife bei einem Lied. Das wollte ich ändern und während ich am Gerät rumfummelte, begann der Regen. Dass es der Megaregen wird, ahnte ich nicht, verpasste meinen Not-Müllsack überzuziehen. Mehr hatte ich nicht. Dann: Schmerz in den Augen, teilweise konnte ich nichts mehr sehen, denn die wasserfeste Creme, mit der ich mich eingerieben hatte, floss mir von der Stirn runter.
Irgendwann zog ich mein wassergetränktes T-Shirt aus und so schleppte mich bis zum Wechselpunkt am Inselsberg. Dort schrie ich 3 x das Wort mit SCH, das hörte der vorbeilaufende Hans-Joachim Petermann und lachte: „Das bisschen Regen!“ Ja, er hatte auch eine schöne Jacke an. Er wurde auch verdienterweise 1. in seiner AK60! Mich rettete Gerhard Kuno, der als erster in der FSV Gotha-4er-Staffel bereits gelaufen war und jetzt seine schnelle Tochter Maria betreute, die als zweite in seiner Staffel lief. Sie wurden übrigens auch erste Mixstaffel! Gerhard gab mir ein T-Shirt von Maria  – zu eng, aber trocken und warm. Das rette mich!
Die schnelle Laufzeit war aber dahin…
In Floh-Seligenthal konnte ich mich endlich komplett umziehn.
Der Regen wie aus Gießkannen hatte bis Km 54 über 3 Stunden angehalten! So etwas habe ich beim Laufen noch nie erlebt!

Jeden anderen Lauf hätte ich spätestens hier abgebrochen, der ULTRA freundliche Lauf aus Fröttstädt ist mir aber heilig geworden! So biss ich die Zähne zusammen bis zum Finish des 100-Kilometer-ULTRA.

Der Regen kam aber immer wieder, doch jetzt war ich auch mit einer guten Jacke gerüstet!
Ich musste nur noch mit der totalen Erschöpfung kämpfen! Und mein Kopf (nicht meine Beine) schaffte es wieder mal! So konnte ich sogar im Zieleinlauf sprinten und schrie den Sieg über mich selbst mit erhobenen Händen heraus!

Von insgesamt 11 bin ich 9 ULTRAS gelaufen und jetzt stolzer Besitzer meines 9.T-Shirt-Sterns!“

Kamen Pawlow: 13.22.39 h/Platz 15 von ins. 36 M55/Platz ges. 120 von über 250