Veröffentlicht: Donnerstag, 27. Juni 2013 in Kategorie: Ausdauersport und Wandern

Wieder mal glücklich auf dem Rennsteig gelaufen – private Eindrücke von Kamen

15. Rennsteig-Staffellauf: Blankenstein –Hörschel über 171,3 km am 22. Juni 2013

64 Mix-Staffeln, davon 2 des „FSV 1950 Gotha“:

Kamen auf der 2. Strecke

Kamen auf der 2. Strecke

„Schlump & Latsch“ – 13:46 h, Platz Kategorie 9:

Ina Oschmann, Kamen Pawlow, Carola Wenige, Maria Füldner, Olaf Meyer, Holger Petschauer, Kristin Börner, Cornelia Gerling, David Theeg, Tom Oschmann

„Sack & Seil“ – 15:53 h, Platz Kategorie 32:

Ronald Werner, Dietmar Lugauer, Anke Langer, Sabine Kuno, Reinhard Anschütz, Torsten Voss, Annette Beese, Petra Lausch, Marco Langer, Ellen Rattmann

Es war die kürzeste und schönste Nacht des Jahres: der Mond hing riesig über dem heller werdenden Horizont, die aufgehende Sonne bot zauberhafte Lichtspiele im grünen Frankenwald, auf dem Rennsteig huschten schnelle Läufer, die Hochlandstraßen waren ungewohnt befahren – überall freudige Menschen!

Aber: Dieses Jahr durfte ich es auch erleben, was alle Läufer verfluchen – extreme Magenprobleme. Am Schönwappenweg ging es mir gar nicht schön, desto froher war ich, als ich aus dem Wald raus war und wieder powern konnte. Aber dann kam die unendliche Asphaltgerade der Frankenhochwaldstraße von Steinbach am Wald zum Zollhaus Schildwiese – 10 km, die mir wie 100 vorkamen! Da war ich froh, unsere erste Läuferin Ina immer wieder zu sehen: mal vom Bus aus hupend und winkend, mal am Wegerand stehend, um zu fotografieren und mir Getränke anzubieten, die ich auf der Gesamtdistanz von ca. 20 km ablehnte. Das, was mich dort noch vorantrieb, war die herrlich laute AC/DC-Musik, die aus den Stöpseln kam, welche mir unsere Laufgruppe vergangenes Jahr schenkte. Nach der Strapaze im Bus sitzend, fuhr Ina Richtung Heimat durch unbekannte Bergdörfer. Sie bat mich, nach dem Weg in die Karte zu schauen, ich winkte ab: “Fahr einfach zu!“ Sie: „Hauptsächlich nicht mehr laufen!“ Ich: „Ja, zwei mal Laufen, wie voriges Jahr, heuer ausgeschlossen!“

Per Handy wurden wir auf dem Laufenden gehalten, wie gut unsere beiden Staffeln ihre Zeitpläne einhielten! Das freute uns sehr, wir genossen die Sonne nach getaner „Arbeit“, ich trank etliche Biere… abends im Festzelt am Ziel Hörschel saßen wir alle gemeinsam an einem guten Tisch, da unsere beide Staffeln, zeitig gefinisht waren. So macht Vereinsleben Spaß!

Kamen Pawlow