Veröffentlicht: Samstag, 3. November 2012 in Kategorie: Volleyball

Die 3 Phasen des FSV…

Die Volleyballer des FSV Gotha verloren ihr Auswärtsspiel beim Schmalkaldenr VV knapp mit 2:3 und liegen nunmehr mit 6:8 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz in Thüringens höchster Spielklasse.

Das Ziel war klar. Beim Aufsteiger aus Schmalkalden wollte man punkten und sich so einen Platz im Tabellenmittelfeld sichern. Sicherlich haben sich die Südthüringer mit dem ehemaligen Zweitligaspieler Marko Henke, der auch zur Aufstiegsmannschaft in die 1. Bundesliga des VC Gotha gehörte, sehr gut verstärkt. Zu einer Mannschaft gehören allerdings nach wie vor 6 Spieler und durch verschiedene taktische Vorgaben wollte man die Gastgeber erst gar nicht ins Spiel kommen lassen. Mit den Aufschlägen mehr Druck, weniger eigene Fehler und vor allem eine gute Annahme sollte dem FSV die nächsten 2 Punkte bringen. Im ersten Satz ging diese Marschroute auch überraschend gut auf.  Beinahe beängstigend, und das ist durchaus positiv zu sehen, wenig Fehler beim FSV. Die Annahme stand, die Angreifer waren auf allen Positionen erfolgreich, die Ordnung auf dem Feld stimmte und somit  auch die Feldabwehr kurzum das Spiel der Gothaer war erfolgreich. Im ersten Satz konnte sich keine Mannschaft einen beruhigenden Vorsprung erarbeiten. Beide Teams agierten sehr konzentriert und so ging dieser Satz knapp aber nicht unverdient mit 25:23 an den FSV. Im zweiten Abschnitt zu Beginn ein etwas anderes Bild. Die Gastgeber setzten sich schnell mit 5 Punkten ab und es schien kurzzeitig eine klare Sache zu werden. Doch bereits beim 12:12 herrschte wieder Gleichstand und nun setzte sich der FSV immer besser durch und entschied diesen Satz recht deutlich für sich. Nach einem 8:3 Rückstand kam dann eine Sequenz von 22:11 Punkten für den FSV, was in Summe einen 25:19 Satzsieg einbrachte.  Diese Phase könnte man als souverän bezeichnen.

Im 3. Und 4. Satz dann ein völlig anderer FSV auf dem Feld. Wieder und wieder schlichen sich eigene Fehler ein, die Annahme wackelte und damit war es den Angreifern nicht immer möglich den Punkt zu machen, da sie oftmals nun mit  Notpässen leben mussten. Auf den Außenpositionen hatte sich dann bereits ein Doppelblock gebildet, der nur schwer zu überwinden war. Natürlich spielten die Schmalkalder nun auch besser, aber nach wie vor hatte es der FSV selbst in der Hand. Schließlich führte man beruhigend mit 2:0 Sätzen. Wahrscheinlich war es die beruhigende Situation die das Spiel der Gothaer so abflachen ließ. Bis zum 18:20 aus Gästesicht ging vielleicht noch was. Doch die Südthüringer ließen sich diesen Abschnitt nicht mehr aus der Hand nehmen und gewannen mit 25:21.  Im 4. Satz ging fast gar nichts mehr beim FSV. Unverständlich die vielen Fehler in allen Elementen, vor allem aber im Aufschlag schenkte man zu viele Punkte her. Negativer Spitzenwert waren hier 3 verschlagene Aufgaben hintereinander. Schmalkalden spielte nun wie aus einem Guss, Gotha ließ es zu und so ging der Satz nach nur 18 min mit 25:13 nach Südthüringen. Diese Phase war aus Sicht des FSV schwach.

Nun war er da, der erste, und nach wie vor ungeliebte, Tiebreak dieser Saison. Manchmal wie ein Lotteriespiel und wie im Fußball das Elfmeterschießen kann er einen Spielverlauf völlig auf den Kopf stellen. Die Gastgeber nutzten den Schwung aus den beiden vorangegangenen Sätzen und führten gleich zu Beginn mit 4:1. Da es im Tiebreak nur bis 15 geht fast schon ein beruhigender Vorsprung. Doch der FSV kämpfte auf einmal wieder und wurde belohnt. Beim 4:4 war wieder Gleichstand hergestellt, beim 8:7 wurden die Seiten gewechselt und was dann kam war Spannung pur. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, Schmalkalden hatte beim 14:12 zwei Matchbälle,  Gotha wehrte ab. Auch den Matchball beim 15:14 noch, dann allerdings 2 Punkte in Folge für die Gastgeber und sie gewannen den Satz mit 17:15 und damit das Spiel mit 3:2. Diese Phase war unglücklich für den FSV.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass mit entsprechender Umsetzung der Vorgaben ein erfolgreiches Spiel möglich ist. Die Schwächephase kann man wegtrainieren. Dies bedingt allerdings eine regelmäßige Trainingsteilnahme aller Spieler. Im Tiebreak braucht man auch das Glück des Tüchtigen und das kommt dann beim nächsten Mal. Bestimmt… (SK)

Für den FSV waren am Ball: S. Flossmann, K. Manitz, M. Merbach, S. Kormann, P. Franz,  M. Wolf,  A. Urban,  J. Müller