Veröffentlicht: Samstag, 27. Oktober 2012 in Kategorie: Volleyball

Erst kein Glück und dann auch noch Pech

Die Thüringenligavolleyballer des FSV Gotha verloren ihr Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger TSV Römhild mit 1:3.

Der Schwung vom letzten Wochenende sollte mit nach Südthüringen genommen werden. Optimistisch fuhren die Volleyballer des FSV Gotha zum 2. Auswärtsspiel nach Römhild. Dieser Aufsteiger galt als der spielstärkste und demzufolge begann man auch konzentriert dieses Spiel. Mit Michel Merbach und Sascha Kormann auf Mitte, Kai Manitz und Christian Jahn auf Außen sowie Steffen Flossmann auf Diagonal und Jens Müller im Zuspiel wurde das Spiel in Angriff genommen. Libero an diesem Tag war Patrick Franz. Die im Vorfeld gewonnenen Informationen, dass es sich bei Römhild um eine angriffsstarke und spielfreudige Mannschaft handelt, wurden eindrucksvoll bestätigt. Die Gastgeber agierten von Anfang an aggressiv. Der FSV hielt dagegen und so konnte sich bis zum 18:18 keine Mannschaft entscheidend absetzen. Plötzlich zwei einfache Fehler bei den Gästen und Römhild bedankte sich artig und nahm diese Geschenke an. Dann noch zwei, drei  weitere unglückliche Aktionen bei Gotha und die Gastgeber gewannen den 1. Satz mit 25:20. Im zweiten Abschnitt ging alles ziemlich schnell. Gotha lag von Anfang an zurück, konnte nicht an die guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen und verlor nach nur 17 min den Satz mit 16:25. Zum Glück blieb es harmonisch auf Gothaer Seite und man fiel nicht als Mannschaft auseinander. Mit Marcus Wolf kam ein neuer Außenannahmespieler ins Team der sich sofort gut einführte und das Spiel mit spannend gestaltete. Wie im ersten Satz ein Spiel auf Augenhöhe wiederum bis zum 18.18 und dann ging plötzlich gar nichts mehr im Gothaer Zusammenspiel. Beim Stand von 24:19 hatte Römhild sage und schreibe 5 Matchbälle. Nun hieß es Alles oder Nichts für Gotha. Und wie der geübte Leser schon erahnen kann, es wurde Alles für Gotha. Punkt für Punkt kämpfte sich der FSV heran. Plötzlich konnte man sich auf Annahme wieder verlassen. Die Mittelangreifer setzten sich durch, Kapitän Kai Manitz übernahm Verantwortung,  punktet mit harten Angriffsschlägen und  so wurde der Rückstand aufgeholt.  Jetzt wurde auch in der Feldabwehr erfolgreich agiert und Römhild hatte vermutlich Angst vor der eigenen Courage. Mit 28:26 ging der Satz verdient an den FSV. Nun sollte man meinen, dass alle psychologischen Vorteile bei den Gästen lagen, aber weit gefehlt. Die Römhilder rappelten sich wieder auf und starteten mit ständigem Vorsprung in den 4. Satz. Teilweise mit 8 Punkten führend strebte man den nächsten Heimsieg an. Gotha war nun gefordert und zum Glück konnte man noch einmal alles offen gestalten. Nach und nach kämpfte man sich in das Spiel zurück, holte Punkte um Punkt und plötzlich hatte Gotha beim Stand  von  24:23 selbst Satzball. Der entscheidende 5. Satz winkte. Symptomatisch für dieses Spiel waren  jedoch dann die folgenden Szenen. Der FSV schenkte  genau zu diesem Zeitpunkt dem Gegner,  durch einfache Fehler, die Punkte. Am Kampf hat es nicht gelegen. Im entscheidenden Moment war der Kopf nicht wach. Römhild gewann auch diesen Satz mit 26:24 und damit das Spiel mit 3:1. Für den FSV heißt es nun die nächsten Spieltage zu nutzen um die Position im Tabellenmittelfeld weiter zu festigen. (SK)