Veröffentlicht: Samstag, 6. Oktober 2012 in Kategorie: Volleyball

Kleine Punkte zählen doch nicht…

Die Thüringenligavolleyballer des FSV 1950 Gotha kamen bei ihrem ersten Heimspieltag zu einem ausgeglichenen Ergebnis. Das 1. Spiel gegen den alten und neuen Spitzenreiter  Geraer VC wurde 3:1 verloren, das 2. Spiel gegen den HSV Weimar dagegen mit 3:1 gewonnen.

Über das erste Spiel ist schnell berichtet. Man wollte den Favoriten ärgern. In den ersten beiden Sätzen ist dies den Spielern um Kapitän Kai Manitz auch gut gelungen. Satz 1 ging mit 25:23 an den FSV, Satz 2 wurde knapp mit 22:25 verloren. Beide Mannschaften zeigten stellenweisen Sport auf gutem Niveau, der FSV konnte dies leider nicht halten. Im 3. Satz ging dann nicht mehr viel zusammen beim Gastgeber.  Ende des 3. Satzes kam mit Ralph Streit im Zuspiel ein frischer Mann. Die  Annahmespieler machten es ihm allerdings nicht leicht und so ging dieser Abschnitt mit 14:25 verloren. Im  4. Satz schien sich der Wechsel im Zuspiel auszuzahlen. Ralph Streit setzte die Angreifer gekonnt in Szene und so hielt man diesen Abschnitt lange offen. Erst beim 14:14 legten die Geraer einen kleinen „Zwischenspurt“ ein und schafften sich nach und nach einen beruhigenden 4 Punkte Vorsprung den sie bis zum Ende des Satzes noch ausbauten und den Satz mit 25:20 und damit das Spiel 3:1 gewannen. Ausschlaggebend auf FSV Seite war hier die unzureichende Leistung in der Annahme und der Feldabwehr zum Ende des Satzes. Was gut begann konnte leider nicht lange genug gehalten werden. Daran wird man weiter arbeiten müssen.

Leider knüpfte man im 1. Satz des zweiten Spieles an diese Leistung an und leistete sich zu viele eigene Fehler. Die Weimarer konnten einsam ihre Kreise ziehen, der FSV musste aufpassen nicht in einem Debakel zu enden. Stellenweise musste einem 13 Punkte Vorsprung hinterhergelaufen werden der sich bis zum Satzende nicht verringerte. Nach 17 Minuten hieß es 25:12 für den HSV aus Weimar. Nach der Devise sich selbst wieder aus diesem Tal herauszuspielen wurde zunächst nicht gewechselt. Mit Marcel Röthig kam zu Beginn des Spieles ein weiterer Neuzugang auf das Feld. Er stabilisierte die Annahme konnte aber leider seine ihn auszeichnende Angriffswucht auf Grund einer Schulterverletzung nicht einbringen. Um ihn für kommende Aufgaben zu schonen kam zu Beginn des 2. Satzes Christian Jahn wieder ins Spiel zurück.  Nach wie vor kam die Annahme zu inkonstant und so sahen sich die Angreifer in der Regel einem 2er Block gegenüber der nur schwer überwunden werden konnte. Bis zum 12:12 lief alles noch gut, dann gab es zu viele eigene, v.a. aber einfache Fehler und die Gäste konnten  wieder mit  4 Punkten davon ziehen. Beim Stand von 22:18 für Weimar wechselte der FSV noch einmal das Zuspiel, für Ralph Streit kam Spielertrainer Jens Müller, um im weiteren Verlauf eventuell noch einmal punkten zu können. Was dann passierte glaubten wohl auch einige Spieler nicht mehr. Mit viel Kampf und guter Stimmung wurde auf einmal Punkt für Punkt aufgeholt. Weimar hatte beim Stand von 24:20 bereits 4 Satzbälle, produzierte aber nun selbst viele Fehler und der FSV spielte diesen Satz solide zu Ende. Natürlich  gehörte hier auch das Glück des Tüchtigen dazu. Am Ende gewannen die Gastgeber diesen Abschnitt mit 26:24. Der HSV war nun gewarnt. Der FSV knüpfte dieses Mal im positiven Sinne an die Leistung an und konnte den folgenden Satz, von Beginn an in Führung liegend, mit 25:19 für sich entscheiden. Nun wollte man auch unbedingt dem ungeliebten Tiebreak aus dem Wege gehen und auch den 4. Satz gewinnen. Beide Mannschaften gingen sehr konzentriert diesen Abschnitt an. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, denn kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Bis zum 18:18 blieb es auch dabei, dann konnte der FSV 3 Punkte in Folge machen. Diesen Vorsprung gab er dann nicht mehr aus der Hand, der Satz ging mit 25:22 an den FSV und das Spiel wurde 3:1 gewonnen. Dieser Sieg war wichtig für die Moral der Mannschaft. Man hat sich selbst gezeigt, dass sich Einsatz und Wille lohnen. Interessant an dieser Stelle ist, dass die Gäste aus Weimar zwar insgesamt über die 4 Sätze mehr Punkte machten (90:88). Aber kleine Punkte zählen bekanntlich nicht, sondern  nur die Sätze und hier hatte der FSV die Nase vorn.

Am 20.10.2012 ab 13:00 Uhr steht bereits der nächste Heimspieltag in der Turnhalle der Gesamtschule in der Leinastraße an. Gäste sind dann der SVC  Nordhausen und die SG Erfurt Electronic.

Für den FSV waren am Ball: S. Flossmann, K. Manitz, M. Merbach, S. Kormann, P. Franz, C. Jahn, M. Wolf, M. Röthig, R. Streit, J. Müller