Veröffentlicht: Samstag, 17. November 2012 in Kategorie: Volleyball

Pflicht erfüllt, Kür verpasst

Noch am Morgen des Spieltages war nicht klar, ob der FSV überhaupt 6 Spieler für das erste von zwei Heimspielen auf das Feld würde schicken können. Immer wieder gingen verletzungs- oder krankheitsbedingte Absagen bei Spielertrainer Jens Müller ein. Zum Glück konnte man dann aber doch antreten und mit einem Sieg und einer Niederlage diesen Spieltag beenden.

Zwei beruflich zunächst verhinderte Spieler konnten dann noch zu Beginn des ersten Spieles begrüßt werden, so dass sich nunmehr mehrere Aufstellungsvarianten anboten. Das Spiel gegen das zwei Plätze hinter den Gothaern liegende Team aus Knau wurde mit Marcus Wolf und Andreas Urban auf Mitte, Christian Jahn und Kapitän Kai Manitz auf Außen, Steffen Flossmann auf Diagonal und Jens Müller im Zuspiel begonnen. Die Mannschaft wollte sich mal wieder siegreich ein Spiel beenden und begann sehr konzentriert. Die Knauer plagten ähnliche Sorgen. Nur zu sechst angereist, mussten sie auf ihren stärksten Angreifer Andre Weise verzichten, der als Trainer an der Seitenlinie stand. Der FSV bestimmte von Anfang an das Spiel und konnte sich schnell absetzen. Mit 25:19 gewann man den ersten Satz souverän. Es war klar, Knau hatte aus genannten Gründen nichts entgegen zu setzen, Gotha musste nur konzentriert dieses Spiel zu Ende bringen. Doch leider war die Konzentration im 2. Satz überhaupt nicht mehr da. Viel zu viele eigene Fehler führten dazu, dass Knau seine Chance nutzte und den Satz deutlich mit 25:15 gewann. Wie schon so oft in dieser Saison musste beim FSV der Kopf wieder wachgerüttelt werden und das gelang auch ab dem 3. Satz. Mit 25:17 und 25:18 wurden die beiden folgenden Abschnitte und damit das Spiel mit 3:1 gewonnen. Die Pflicht erfüllt bzw. das Minimalziel von 2 Punkten war damit erreicht.

Dass das Spiel gegen die SV Stahl Unterwellenborn deutlich schwieriger werden würde, war allen klar. Durch eine weitere Verletzung eines Spielers nach dem ersten Spiel wurde die Personaldecke wieder etwas dünner. Mit einem Sieg im Rücken konnte man die Aufgabe allerdings deutlich entspannter angehen. Unterwellenborn konnte aus dem Vollen schöpfen. Mit 11 Spielern angereist,  wollte man unbedingt beide Punkte mit nach Ostthüringen nehmen. Insbesondere der erfahrene ehemalige Zweitligaspieler für den VC Gotha, Jeff Bierwirth war der Punktegarant für die Gäste.  Der FSV spielte mannschaftlich sehr geschlossen, die Big Points, d.h. die Punkte die heiß umkämpft waren, gingen fast immer an die Gastgeber. Stellenweise wurde guter bis sehr guter Volleyball geboten. Kleine Fangemeinden auf beiden Seiten sorgten für so etwas wie Stimmung. Kurz um, das Spiel war spannend, machte allen Spielern Spaß, selbst die Schiedsrichter aus Knau zollten hinterher Anerkennung. Den positiven Nutzen, nämlich Sieg und Punkte musste der FSV allerdings den Gästen überlassen. 0:3 verlor der FSV, mit 21, 24, 22 erkämpften Punkten in den Sätzen konnte man zufrieden sein.  Dieses Spiel zeigte auch, dass der FSV bei voller Konzentration auch die Favoriten ärgern kann. Sicher ist, mit ein bisschen mehr Glück und etwas weniger eigenen, und leider fast immer leichten, Fehlern wird der erste Sieg gegen ein TOP 5 Team nicht mehr lange auf sich warten lassen. Noch wurde die Kür verpasst, schon in der nächsten Woche kann allerdings beim diesjährigen Meisterschaftsfavoriten aus Nordhausen mit der Umsetzung begonnen werden.  (SK)

Für den FSV waren am Ball.  S. Flossmann, K. Manitz, M. Fuchs, S. Kormann, P. Franz,  M. Wolf,  C. Jahn, A. Urban,  J. Müller