Veröffentlicht: Samstag, 20. Oktober 2012 in Kategorie: Volleyball

Souverän und unglücklich

Mit einem souveränem Pflichtsieg gegen den Aufsteiger die SG Erfurt electronic und einer unglücklichen Niederlage gegen den SVC Nordhausen endete der 2. Heimspieltag des FSV 1950 Gotha in der Thüringenliga im Volleyball.

Im ersten Spiel war der dem FSV bis dato unbekannte Aufsteiger, die SG Erfurt Electronic, der Gegner. Noch nie hatte man sich bei einem Pflichtspiel oder einem Turnier gegenüber gestanden. In den ersten Minuten kam es dann auch eher zu einem „Abtasten“ beider Mannschaften. Bis zum 12:12 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Dann allerdings startete der FSV eine kleine Serie und konnte beim Stand von 18:14 erstmals einen beruhigenden Vorsprung aufweisen der bis zum Satzende auf 25:18 ausgebaut wurde. Im 2. Abschnitt lief es dann von Anfang an besser für den Gastgeber. Zwar machte Erfurt den 1. Punkt doch über die Stationen 5:1, 11:7, 17:9 spielte der FSV diesen Satz souverän bis zum 25:17 zu Ende. Im letzen Satz dann eine Parallele zum Ersten. Dieses Mal schenkten sich beide Mannschaften bis zum 6:6  nichts. Dann zündete der FSV noch einmal den Turbo. Insbesondere der an diesem Tag sehr gut spielende Steffen „Flosse“ Flossmann schmetterte ein ums andere Mal den Ball hart und gekonnt ins gegnerische Feld. Nach 20 min war auch dieser Spielanschnitt beendet und der FSV verließ als verdienter Sieger mit 3:0 (18, 17,16) das Feld.

Es war klar, dass man sich im 2. Spiel noch einmal steigern musste. Denn mit dem SVC Nordhausen stand ein alter Bekannter auf der anderen Seite des Netzes. Die Südharzer haben in dieser Saison bereits 7 Spiele absolviert, davon wurden sechs gewonnen und nur eins verloren. Punktgleich mit dem Tabellenzweiten Unterwellenborn stehen sie damit auf dem 3. Platz. Die Steigerung des FSV kam dann auch zur richtigen Zeit. Wiederum „Flosse“ mit seinen Angriffen aber auch Kapitän Kai Manitz sowie Libero Patrick Franz in der Annahme sorgten dafür, das die Gothaer ihr Spiel machen und die körperlich überlegenen Nordhäuser sich nicht so entfalten konnten,  wie sie es vorhatten. Erst beim Stand von 17:17 fingen die Gastgeber an zu wackeln, Nordhausen nutzte das clever aus und gewann den Satz nach 25 min mit 25:23. Im  2. Abschnitt lief der FSV von Beginn an einem 2 Punkte Vorsprung der Gäste hinterher. Erst beim 13:13 war das erste Mal Gleichstand. Beim Stand von 17:16 führte der FSV erstmalig und gab diese Führung auch nicht mehr aus der Hand. Mit 25:21 ging der Satz an die Gastgeber. Nun ging alles wieder von vorn los. Wieder erwischte Nordhausen den besseren Start. Der ehemalige VC Gotha-Spieler Sebastian Buntfuß machte mit seinen knallharten Aufschlägen mächtig Druck und war auch mit seinen Angriffen am Netz immer erfolgreicher.  Der FSV konnte leider den Schwung aus dem 2. Satz nicht mitnehmen. Vor allem vermeintlich leichte Fehler brachten die Gastgeber immer wieder in Bedrängnis. Physisch konnte man durchaus dagegen halten, der Kopf spielte das ein oder andere mal jedoch nicht mit und so gewannen die Gäste diesen Spielabschnitt deutlich mit 25:19. Auch der nächste Satz fing an wie der letzte endete. Nordhausen gelang jetzt fast alles, Gotha fast nichts mehr und so führten die Gäste schnell mit 6:2. Diesen Vorsprung bauten sie kontinuierlich aus. Beim Stand von 14:7 und 17:11 hat keiner mehr daran geglaubt den Satz und damit vielleicht das Spiel noch einmal zu kippen.  Beim 23:18 für Nordhausen sahen die Gäste wie der sichere Sieger aus.  Doch plötzlich passierten auch dem SVC einfachste Fehler und der FSV nutzte diesen Vorteil. „Flosse“ hatte jetzt seine beste Phase. Jeder Ball den er ins gegnerische Feld beförderte war praktisch ein Punkt. Plötzlich stand es 24:24 und die Gastgeber hatten wieder die Möglichkeit den Satz für sich zu entscheiden und sich in den ungeliebten Tiebreak zu retten. Doch leider ging ihnen ausgerechnet jetzt die Puste aus. Die Gäste profitierten noch einmal von 2 unglücklichen Fehlern des FSV und gewannen damit den Satz mit 26:24. Das Spiel endete 1:3 (-23, 21, -19, -24) aus Sicht des FSV.

Was bleibt als Fazit? Gegen die Aufsteiger müssen die Punkte her, damit man nicht selbst in Bedrängnis kommt. Gegen die Etablierten kann man phasenweise mithalten. Bei entsprechendem Training wird auch hier der ein oder andere Sieg drin sein. Präsentiert sich die Mannschaft weiter so homogen wie an diesem Tag, dann wird sich bald ein Sieg wieder einstellen. Am nächsten Samstag, 27.10.2012, geht es gegen den TSV Römhild. Dort will man das positive Punktekonto weiter ausbauen.

Für den FSV waren am Ball: S. Flossmann, K. Manitz, M. Merbach, S. Kormann, P. Franz, M. Wolf, M. Fuchs, A. Urban,  J. Müller