Veröffentlicht: Montag, 16. April 2018 in Kategorie: Bogensport

Die Jagd ist eröffnet!

Nach der Neugestaltung des Parcours im Bogensportpark am Böhmen in Bad Langensalza wurde dieser natürlich umgehend auf seine Tauglichkeit gepräft. Hier legt ein Bogenschütze auf eine Rotte Wildschweine an.

Freigeben sind Ziege und Wolf, Damhirsch und Wildschwein, Hase und Bären. Und das Schöne für den Jäger, die Tiere laufe nicht weg. Insgesamt sind 40 Tiere für den Abschuss freigegeben. Plastiktiere, versteht sich. An 20 Stationen warten sie auf Bogenschützen, die auf dem 3D-Parcours am Böhmen in Bad Langensalza ihre Treffsicherheit beweisen wollen.

Traditionell gibt es hier einen Winter- und einen Sommerparcours. „Manchmal“, sagt Falk Freytag, „bauen wir den im Jahr auch ein drittes Mal um.“ Freytag ist Vorsitzender der Gothaer Bogensportler im Fachschulsportverein 1950 Gotha. Er hat den neuen Parcours sorgfältig geplant und den Schützen – wie immer – knifflige Aufgaben gestellt. So müssen die Tiere aus unterschiedlichen Entfernungen getroffen werden, wechseln Bergab- und Bergaufschüsse. „Der Bison steht etwa 60 Meter vom Schützen entfernt, kleine Ziele, wie unser Riesenspatz oder Schnecken, müssen aus 15 Metern getroffen werden.“ Übrigens markieren farbige Pflöcke die Entfernungen für die Bogenschützen. Gelb gilt für Kinder, am blauen lassen Schützen ohne und am roten solche mit Visier ihre Pfeile von der Sehne.

Am Wochenende wird die Tauglichkeit des neuen Parcours bei einem vereinsinternen Turnier getestet. Am 1. und 2. September gibt es dann das vierte Böhmenturnier, das wieder viele Schützen aus Thüringen anlocken dürfte.

Um die neue Strecke zu gestalten, trafen sich die Vereinsmitglieder am vorletzten Märzwochenende. Doch nicht nur den neuen Stationen widmeten

Jede Menge Windbruch mussten die Mitglieder des Gothaer Bogensportvereins beim Arbeitseinsatz Ende März beseitigen.

sich die Bogenschützen. Witterungsunbilden hatten auch auf dem Gelände neben den Bad Langensalzer Flugplatz ihre Spuren hinterlassen. „Da gab es jede Menge Windbruch aufzuräumen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Das Gelände braucht jedoch das ganze Jahr den Einsatz der Mitglieder. In der Vegetationszeit muss das Gras kurz gehalten werden. „Da steht uns zwar ein Schäfer mit seiner Herde zur Verfügung, doch ganz ohne Rasenmäher kommen wir nicht aus.“

Falk Freytag freut sich, dass die Anlage auf dem Böhmen Akzeptanz gefunden hat – auch bei Nichtschützen. Die nutzen bei schönen Wetter die Sitzgruppe, um Kaffee zu trinken und den Ausblick ins Unstrutland zu genießen. Zwar ist der Bogenpark in erster Linie als Trainingsmöglichkeit für Vereinsmitglieder gedacht, doch Gastschützen sind gern gesehen. „Näheres ist auf unserer Internetseite nachzulesen“, sagt Freytag und verweist darauf, dass eines auf der Anlage streng verboten ist: nämlich die Benutzung von Armbrüsten.   Informationen: www.bogensport-gotha.de

Klaus-Dieter Simmen / Text und Bilder