Veröffentlicht: Montag, 21. November 2016 in Kategorie: Allgemein

Thüringeti

Liebenstein liegt in der Thüringeti dsci3824

unterwegs mit „Engelbert Elefant“ als Maskottchen

Eine ca. 16 km lange Wanderung durch die Thüringeti stand an diesem milden, sonnigen aber sehr windigen Sonntag auf unserer Agenda. Wegen der Jahreszeit haben wir ausnahmsweise unsere Wanderung schon 9.30 Uhr beginnen lassen. Neun „People“ wollten wissen, wie sich  eine savannenartige Landschaft mitten in Thüringen präsentiert. Wir wurden nicht enttäuscht. Soweit unsere Augen reichten, überall waren riesige Weideflächen sichtbar. Dort werden ganzjährig Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen gehalten. Betrieben wird dieses ca. 2300 Hektar große Areal von der Agrar GmbH Crawinkel. Dass es hier auch Galloways und Angus-Kühe geben soll, können wir leider aus eigener Inaugenscheinnahme nicht bestätigen, aber Pferde, einen Esel Schafe und Ziegen tummelten sich auf riesigen Weideflächen. Sicher stellt diese Landschaft auch unter floristischen Aspekten eine Augenweide dar. Wir können jedenfalls bestätigen, dass es neben Silberdisteln auch Schlehenbüsche mit riesigen Früchten gab, die zum Schnaps ansetzen geradezu inspirierten. Zur richtigen Jahreszeit soll man hier auch verschiedene Orchideenarten und Enziane finden können.

Die Rundwanderroute führte uns entlang des Flugplatzes Crawinkel (das kleine Örtchen Gossel haben wir dabei „links“ liegen gelassen) , über die Burg Liebenstein und das Kriegerdenkmal in Frankenhain zurück zum Wanderparkplatz Ortsausgang Crawinkel.

Dass es einen Ort Liebenstein mit einer dazugehörigen Burganlage aus der Mitte des 13. Jahrhunderts am Nordhang des Tals der Wilden Gera gab, war den meisten von uns nicht bekannt. Im Windschatten der Burgruine, die heute von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten verwaltet wird, hatten wir ein gemütliches Fleckchen für unsere Mittagspause gefunden. Hier ließen wir uns auch eine Kostprobe eines selbstgemachten Holunderschnapses munden. Einen kleinen Wermutstropfen empfanden wir dann jedoch, als wir in Frankenhain, hinter der Kirche im fast 90 Grad Winkel ca. 200 m zum Kriegerdenkmal „hochasteten“, dann aber außer einem Eisernen Kreuz keinerlei weitere Informationen zu diesem Denkmal finden konnten. Jedenfalls ist die Aussicht von diesem Denkmal aber den beschwerlichen Aufstieg wert.

Bemerkenswert war, dass es überall eine tolle Wegebeschilderung mit weiteren Erklär-Tafeln gab. Ein Verlaufen in dieser Gegend wäre somit nahezu ausgeschlossen.

Bärbel Thomas/Text/Bilder