Veröffentlicht: Montag, 20. Februar 2017 in Kategorie: Allgemein

Wanderung „480 Jahre nach Luthers Genesung am Brunnen“

Unsere Wanderungen im Jahr 2017 stehen ja unter dem Motto“ auf Luthers Fußspuren. Als Maskottchen für die ersten Wanderungen habe ich „Bruder Martin“ gestrickt – Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Am 12.02.2017 fanden sich 13 Wanderfreunde auf dem Parkplatz in Tambach-Dietharz ein. Das Wetter war trüb und nebelig, -2 ° C und fester Schnee, teils Eis und dicker Raureif. Wir wanderten zuerst zum Lutherbrunnen im Tammichgrund. Die Quelle plätscherte munter und zauberte Eiskristalle auf die nähere Umgebung. Da ja vor 480 Jahren Luther durch dieses Wasser von seinem Steinleiden geheilt wurde, tranken es einige von uns rein prophylaktisch, kann ja nicht schaden. Wir folgten dem Bächlein Tammich bis zu einem toll anzusehenden vereisten Springbrunnen um dann der rechten Tammich stetig bergauf bis an die Spitalswiese zu folgen, wir befanden uns bis zu dieser Stelle immer direkt auf dem Lutherweg. Nach einer kurzen Pause zur Stärkung folgten wir dann dem Balzweg und gelangten über eine Querverbindung auf den Rennsteig. Bis zur neuen Ausspanne war es nicht mehr weit. An dem dortigen Imbiss brannte draußen ein wärmendes Feuer und auch Glühwein und diverse andere Getränke und Speisen konnten hier käuflich erworben werden. Zeit also für die Mittagspause. Die meisten hatten ihr Essen dabei, aber an dem verlockenden Glühwein kam kaum einer vorbei. Als wir da so standen und die anderen Gäste inspizierten, mussten wir feststellen, dass wir doch ganz schon verweichlicht sind. Am Tresen stand ein älterer Herr mit Hut, an den Füßen jedoch nur Sandalen und keine Socken. So muss es Luther bestimmt auch gegangen sein.

Frisch gestärkt folgten wir noch ein Stück dem Rennsteig bis an die Weidepfuhlwiese, bogen dann aber Richtung Tambach ab. Hier oben lagen noch mindestens 40 cm Schnee, der zum Glück ziemlich gefroren war, so dass wir gut oben laufen konnten und kaum einsanken. Die Bäume waren dick bereift und boten einen herrlichen Anblick, irgendwie mystisch. Nun  ging es ständig leicht bergab, bis wir das Nesselberghaus erreichten. Das bot einen traurigen Anblick, seit Jahren geschlossen und inzwischen von Vandalen heimgesucht, da ist nichts mehr mit gemütlicher Einkehr. Wir erreichten schließlich nach weiterem bergab wieder Tambach in der Nähe des Sportplatzes. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu unseren Autos. Wir hatten zum Schluss ca. 16 km Strecke bewältigt und kamen zum Glück unversehrt wieder an, denn es war auf dem Weg teilweise doch auch etwas glatt. Alle Anwesenden waren froh, den Tag trotz Eis und Kälte in der Natur und nicht zuhause auf der Couch verbracht zu haben.

Zur Erinnerung die nächsten Termine:

05.03.2017 „ Die Wiege Thüringens- wo alles begann“

09.04.2017 „ vom Bettelmönch zur Betteleiche“

07.05.2017 „ Blütezeit- gestern und heute“

Beate Werner/Text+Bilder