Veröffentlicht: Freitag, 19. Juni 2015 in Kategorie: Allgemein

Wanderung „ auf Tannhäusers Spuren“ am Hörselberg

Am 14.06.2015 war es wieder soweit, die nächste Wanderung war geplant und vorbereitet. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich 9 Wanderer, um sich der Herausforderung zu stellen. Die übrigen potentiellen Wanderer hatten wir wahrscheinlich mit den Worten „Höhenmeter“ und „ Zeckengefahr“ irgendwie abgeschreckt. Pünktlich 10 Uhr ging es am „Zapfengrund“ in Schönau an der Hörsel los. Zum Schutz vor Gefahren usw. hatte ich diesmal passend zur Venushöhle „ Flattimir Federmaus“ als Maskottchen gestrickt. So gerüstet brachen wir auf, erst auf einem Schotterweg, später durch hohes Gras über Wiesen und ein Stück sogar auf der ehemaligen Autobahn. Die wurde ja vor ca. 5 Jahren stillgelegt und zurückgebaut und wir waren echt beeindruckt, wie schnell die Natur wieder Besitz ergreift und kaum noch etwas von der alten Trasse zu sehen ist. Weiter ging es auf einem herrlichen Pfad mit tollen lila Blumen und Eiben. Übereinstimmend haben alle festgestellt, dass sie hier noch nie waren. Ronald sucht uns immer tolle Wege aus. Schließlich erreichten wir einen Wald mit altem Baumbestand, in dem wir uns über Treppen auf den Kamm des kleinen Hörselberges hochkämpften. Der Schweiß floss in Strömen und einige mussten schon Mal tief durchatmen, als der Berg erklommen war. Wir hatten zum Glück alle genügend Wasser mitgenommen, um nicht zu dehydrieren. Der Kammweg verlief dann entspannt im leichten auf und ab und wir hatten wieder genug Luft, um interessante Gespräche zu führen. Immer wieder lichtete sich der Wald und gab herrliche Ausblicke auf die Wartburg, den Inselsberg und den halben Thüringer Wald frei. Bei herrlicher Fernsicht konnten wir mit dem Fernglas, das reihum ging, alles noch genauer betrachten. Die mühsam erklommenen Höhenmeter verloren wir auf einem Kilometer, den wir zum Jesusbrünnlein abstiegen. Hier hatten wir die wohlverdiente Mittagsrast eingelegt. Im Schatten großer Bäume, unterhalten vom Gezwitscher der Vögel und dem Plätschern der Quelle schmeckte das mitgebrachte Essen noch einmal so gut. Das Quellwasser war köstlich und angenehm temperiert. Ronald präsentierte und zur Anschauung auch noch eine Minizecke, die er sich natürlich in dem hohen Gras eingesammelt hatte. Rechtzeitig entdeckt sind diese Krabbeltiere ja kein Problem und können „ vernichtet“ werden. Nun kam, was kommen musste. Wir wollten ja noch auf den großen Hörselberg, also Rücksäcke schnüren und wieder schweißtreibend nach oben. An der Venushöhle sahen wir uns kurz um, eine Taschenlampe hatten wir vorsorglich mitgenommen. Einige trauten sich auch nicht, mitzukommen. Nur Flattimir hat es ausgesprochen gut gefallen, er wollte gar nicht wieder herauskommen Ich konnte ihn aber dann doch noch überreden. Schließlich kam das Hörselberghaus in Sicht. Hier konnten wir uns nochmals ausruhen und die grandiose Landschaft betrachten. Übereinstimmend waren alle der Meinung, dass wir in Thüringen ganz toll wohnen. Unmittelbar von dieser Stelle führt ein ganz schmaler, sehr steiler Zick Zack Weg nach unten. Türkenbundlilien säumten den Weg. Wir überquerten noch eine Kräuterwiese, auf der wir sogar Knabenkraut bewundern konnten. Ein schattiger Waldweg führte uns dann zurück zum Zapfengrund, an dem wir diese tolle Tour beendeten. Unsere Mitwanderer waren ausnahmslos begeistert von der Strecke und lobten Ronald für die tolle Vorbereitung.

Und zum Schluss für alle, die das vielleicht lesen, den nächsten Termin nicht vergessen, am 23.08.2015 Heilklimawandern in Finsterbergen mit anschließendem gemütlichen Zusammensein an der „Öberlien“, lasst Euch überraschen.

Text und Fotos: Beate Werner