Veröffentlicht: Donnerstag, 24. September 2015 in Kategorie: Allgemein

Wanderung „Rund um den Inselsberg“

Am 20.09.2015 war es wieder soweit, die nächste Wanderung stand an. Pünktlich 10 Uhr trafen sich 9 Wanderfreunde am Parkplatz am großen Inselsberg. Bei herbstlichen Temperaturen von 8 °C und etwas Nebel hier in der Höhe hielten wir uns nicht lange bei der Vorrede auf, sondern liefen erst einmal los. Es ging über die Reitsteine bergab. Vorsicht war geboten, denn die feuchten Steine und Wurzeln waren etwas rutschig. Der Nebel war weiter unten verschwunden. Wir passierten den kleinen Inselsberg mit seinem Funpark. Etwas gruselig sieht das alles aus, wo früher Wald stand ist jetzt alles licht und zugebaut und passt nicht zur Landschaft.

Zum Glück führte unser Weg auf die andere Seite der Straße und wir folgten über längere Strecken einem Naturlehrpfad. Das gefiel unserem Maskottchen“ Daggy Dachs“ recht gut, denn auf den Schildern konnte sie ihre Artgenossen bestaunen. Leider hatte sie eine Gelegenheit genutzt, als der Rucksack unbeobachtet auf dem Weg stand, und sich sozusagen abgeseilt. Nach einer Weile fiel der Verlust auf, ihr Platz am Rucksack war leer. Ich bin sofort ca. 400 m zurückgelaufen, und siehe da, auf dem Weg hatte sich „Daggy Dachs“ hingelegt. Schnell konnte ich sie wieder mit zurückbringen, denn sie hatte ja die Aufgabe, uns zu beschützen.

Wieder bei der Gruppe ging es weiter in Richtung Mommelstein. Einmal hatte es kurz geregnet, aber kaum hatten wir die Regensachen aktiviert, hörte es auch wieder auf. Zeitweise kam sogar die Sonne heraus und tauchte den Wald mit seinen Pilzen und dem Moss in ein mystisches Licht. Wir sahen uns unweit der Gaststätte Mommelstein am Wildgehege etwas um. Hier hätte die Möglichkeit einer Einkehr bestanden, aber es hatten alle ihre Verpflegung mit. Wir zogen es daher vor, an der Mommelsteinaussicht, also an der Felsformation, unsere Mittagspause einzulegen. Wir hatten von hier eine herrliche Aussicht bis ins Werratal und in die Rhön. Die Kali-Halden leuchteten in der Sonne.

So gestärkt konnte es weiter gehen. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Schanzenanlage in Brotterode. Wir befanden uns ja oberhalb, also am Start und das sind hier bestimmt keine super hohen Schanzen, aber für Laien haben diese schon gigantische Ausmaße. Zu unseren Füßen erstreckte sich Brotterode, auf der anderen Seite der Inselsberg, schon zum Greifen nahe. Der kürzeste Weg ist immer eine Gerade, also stiegen wir direkt an der Schanze gefühlt tausend Stufen hinab (Ronald hatte sie bei seiner Probewanderung gezählt und war auf ca. 300 gekommen). Von unten konnten wir nochmals auf die Schanzen hinaufblicken. Wir durchquerten den Ort und stiegen auf der anderen Seite wieder hinauf. Es war zum Teil ganz schön steil, die meisten hatten schon vor Beginn der Steigung in weiser Voraussicht ein paar Klamotten ausgezogen. Das war eine gute Entscheidung, denn wir kamen doch ganz schön ins Schwitzen. Wir erreichten schließlich den Rennsteig und eine halbe Stunde später den Inselsberg. Die 18 km waren geschafft, wieder anspruchsvoll aber sehr schön.

Ronald und ich haben noch den Aussichtsturm bestiegen, denn das hatten wir bislang noch nicht geschafft. Wir hatten ja zum Glück das Fernglas mit. Wir konnten unsere ganze Wanderroute nochmals von oben verfolgen. Der Blick reichte auf der einen Seite von Brotterode bis nach Oberhof und den Schneekopf, über die Wartburg bis in die Rhön, von Gotha über die Wachsenburg und sogar bis zum Ettersberg bei Weimar und auf der vierten Seite bis zum Hainich und dem Baumkronenpfad. Mit diesen vielen Bildern im Kopf traten wir die Heimfahrt an.

Beate Werner/Text und Bilder