Veröffentlicht: Montag, 27. Juni 2016 in Kategorie: Allgemein

Wanderung zu den Vulkanfelsen bei Tabarz

Am Sonntag dem 26.06.2016 traf sich unsere Wandergruppe in Tabarz, um die Vulkanfelsen zu erkunden. Bei tollem Wanderwetter fanden sich 12 Wanderfreunde ein. Nach kurzer Einweisung durch Ronald konnten wir starten. Zuerst folgten wir dem Lauchagrund, vorbei am Schweizerhaus und am Lutherbrunnen. Hier haben wir die Wasserflaschen befüllt, ich hatte extra eine leere Flasche mitgenommen. Das Wasser hier war schön kühl. Dann erklommen wir die Backofenlöcher über viele Stufen. Hier ist eine kleine Fabel zu dieser Felsformation angeschlagen, die uns Dingi vorlas. IMG_7170Nach dieser kleinen Pause ging es noch ein ganzes Stück weiter bergan. Auf der gegenüberliegenden Seite des Lauchagrundes sahen wir schon den Aschenbergstein. Bis wir den erreichten, hatten wir aber noch viele Berge und Täler zu überwinden. Auf dem weiteren Weg kam auch immer wieder der Inselsberg in Sicht. Roter Fingerhut säumte die Wegränder und hob sich wunderschön von dem dunklen Grün der Fichten ab. Durch ein kleines Tal, in dem ein munteres Bächlein plätscherte und uralte Weißtannen zu bewundern waren, erreichten wir wieder den Lauchagrund. Wir bogen aber unmittelbar danach erneut in den Wald ein. Ein sehr steiler Pfad bergan brachte uns zum Torstein, der als Fotomotiv und für eine kurze Trinkpause wie geschaffen war. Auch unserem Maskottchen „Elly Eule“ hat es auf den Felsen gut gefallen. Nach dem kurzen Ausflug kam sie aber wieder an den Rucksack. Weiter ging es im munteren auf und ab. Hier hatten in letzter Zeit Holzfällarbeiten stattgefunden. Das war ja nicht weiter schlimm. Plötzlich versperrte uns aber ein riesiger, quer auf dem Weg liegender Holzstapel den Weg. Drum herum laufen ging nicht, links war ein steiler Abgrund, rechts ein steiler Hang. Also drüber klettern, wir halfen uns IMG_7176gegenseitig. Alles ging gut. Wir mussten sogar noch einem entgegenkommenden Radler helfen, der hatte schon mit sich zu tun, das Rad hätte er ohne Hilfe nicht mit drüber bekommen.

Nach einer Weile erspähten wir schließlich das Hinweisschild zum Hirschstein. Ein schmaler Pfad führte uns auf den Gipfel, der zum Glück mit einem Geländer gesichert war. Hier war der ideale Ort für die Mittagsrast. Alle hatten genügend Proviant dabei, die Sonne schien und der Inselsberg grüßte von gegenüber. Es kamen Gespräche in Gang und alle waren froh, dass sie mitgekommen waren. Die Meisten mussten zugeben, dass sie hier noch nie waren. So gestärkt konnte es weiter gehen. Auf verwunschenen Wegen erreichten wir den roten Turm. Hier konnten wir die Kletterer hautnah erleben und eine Weile zusehen. Selbst ein kleines Mädchen, vielleicht 5 oder 6 Jahre, versuchte sich schon am Fels, natürlich entsprechend mit Seil gesichert. Das ist toll mitzuerleben, wenn auch die Kinder mit an solche Aktivitäten herangeführt werden.

Da haben wir in unserer Wandergruppe noch Nachholbedarf, unser jüngster Wanderer ist 14 und geht regelmäßig mit seinen Großeltern mit, also, Nachahmer gesucht.

Nach kurzen bergab und wieder hinauf erreichten wir den Aschenbergstein. Den hatten wir ja zu Beginn der Wanderung schon erspäht. Er ist hier im Umkreis der Einzige, der ein Gipfelkreuz trägt. Über einen, mit Geländer gesicherten, felsigen Aufstieg erreichten wir den Gipfel. Am Rande des Felsen erschienen 2 x 2 Hände, die zu einem jungen Pärchen gehörten, die kletternd,von der Abgrundseite,  diesen Felsen erklommen hatten. Da kann man nur den Hut ziehen, uns wurde beim Blick über die Brüstung schon schwummerig (zumindest mir).

IMG_7198Schweren Herzens rissen wir uns von dieser genialen Landschaft los. Der eben noch natürliche Pfad war jäh zu Ende und musste einer neu geschobenen, furchtbar anzuschauenden Holzabfahrtsstraße weichen. Ein paar schon zurechtgesägte Stücken Buche weckte die Begehrlichkeiten unseres Jüngsten. Er hatte schon die nächste Wanderung im Blick, bei der ja als Abschluss auf jeden Fall ein Lagerfeuer geplant ist und da braucht man ja bekanntlich Holz. Er schleppte ein Stück auf seiner schmalen Schulter noch 3 km durch den Wald mit kurzer Ablösung durch unsere Zweitjüngste. Nun war es nur noch ein Spaziergang auf einem ebenen Weg immer am Berg entlang. Auf einer ellenlangen Bank nahmen alle nochmal Platz, eine letzte Pause. Steil stürzten wir uns wieder hinab im dem Lauchagrund, um genau an unseren Autos wieder anzukommen. Jetzt konnte man am Tretbecken sehen, wie die dampfenden Füße zischten. Das tat gut.

Wir hatten wieder einen tollen Tag, Ronald suchte wieder super Wege aus und alle kamen gesund und munter, und um einige Erfahrungen reicher, zurück.

Nächster Termin 17.07.2016 in Finsterbergen mit anschließendem Sommerfest an der „Öwerlien“.

 

Beate Werner/Text und Bilder