Veröffentlicht: Mittwoch, 11. September 2019 in Kategorie: Allgemein

Wanderung zwischen Oberhof und Luisental

Am 01.09.2019 stand unsere nächste Wanderung an. Wir trafen uns 10 Uhr am Parkplatz an der Wegscheide. 12 Wanderer und ein Hund waren neugierig auf die Runde. Wir wollten das Gebiet um das Kammerbacher Forsthaus erkunden. Das liegt versteckt mitten im Wald, weit ab von jeglicher Zivilisation. Hier jagten schon in früheren Zeiten die Herzöge und auch Erich Honnecker. Damit es niemand findet, wurden vorsorglich keinerlei Wanderwegweiser angebracht. Wir liefen zunächst ständig bergab in Richtung Ohratalsperre. Von hier oben hat man eine tolle Aussicht auf einen Teil der Talsperre. Wir sahen schon, dass wir bis an deren Grund noch sehr weit hinabsteigen müssen. Von hier oben konnten wir schon erkennen, dass sehr wenig Wasser in der Talsperre ist. Die lange Trockenheit ist schon langsam beängstigend. Wir erreichten die Talsperre am Gerastollen, der sich unterhalb des Triefsteines befindet. Wir folgen ein Stück diesem Seitenarm der Talsperre um dann zum Jagdstein wieder auf die ursprüngliche Höhe hinauf zu wandern. Es war heute zum Glück nicht mehr ganz so warm, wie die letzten Tage, nur etwas über 20°C. Wir kamen aber trotzdem ganz schön ins Schwitzen. Wir folgten nun verwunschenen Waldwegen, die sonst wahrscheinlich nur die Jäger benutzen. Unsere Mitwanderer hatten es ja Ronald anfänglich nicht geglaubt. Er war am Mittwoch schon einmal hier, um die Runde zu erkunden. Er erzählte dann den Anderen, dass er noch nie so viele Pilze auf einmal gesehen hat. Aber es war wirklich so, wir sahen Steinpilze, so groß wie Fußbälle. Die waren natürlich nicht mehr zum Verzehr geeignet, da hätten wir eine Woche früher hier sein müssen. Sie standen hier wie gesät. Zum Glück gab es aber auch noch kleinere, auch schöne Hexenröhrlinge und Goldröhrlinge sowie Maronen. Jeder, der wollte, konnte sich sein Abendbrot mitnehmen. Die Beutel mit den Pilzen wurden schwerer und schwerer. Als sich dann der Wald lichtete, standen wir plötzlich vor dem Kammerbacher Forsthaus. Es steht auf einem großen, gepflegten, aber eingezäunten Gelände. Auf unserer heutigen Wanderung waren aber bisher keinerlei Gelegenheiten, um sich zur Mittagsrast auf eine Bank zu setzen. Auf dem Gelände stand eine schöne überdachte Waldschänke. Und siehe da, das Tor war nicht verschlossen. Wir nahmen auf der Bank zur Mittagsrast Platz und haben das schöne Wetter genossen. Wir haben auch alles ganz sauber und ordentlich wieder verlassen. So gestärkt konnte es weiter gehen. Wir wussten ja schon, dass zwischen diesem Bergrücken und unserem Ausgangspunkt nochmals dieses tiefe Tal lag. Es ging also wieder bis tief herunter und dann steil wieder bergauf. Es war aber ein sehr gemütlicher Waldweg, so dass es sich trotzdem gut wandern ließ. Wir tangierten noch die alte herzogliche Bobbahn, die kann man aber nur noch erahnen. Schließlich kamen wir wieder auf einen breiteren Weg, der ohne große Höhenunterschiede wieder zur Wegscheide führte. Gegen 16 Uhr hatten wir es geschafft, 17 km mit 500 Höhenmetern. Die Wanderschar war begeistert. Ronald hatte wieder eine ganz tolle Strecke gefunden in teilweise unberührter Natur. Diese Gegend war allen unbekannt, obwohl es doch gar nicht weit von unseren Wohnorten entfernt ist. Wir waren stolz und geschafft. Dieses Mal war ein 10jähriges Mädchen mit dabei, die wir sehr gelobt haben, dass sie so gut mitgehalten hat. Auch dem Hund hat es gefallen, der ist wahrscheinlich die doppelte Strecke gelaufen. Einige gönnten sich noch eine Bratwurst und traten dann den Heimweg an.

Die nächste Wanderung findet dann am 29.09.2019 unter dem Motto „ Vom Bier zur Bratwurst“ statt.

Beate und Ronald Werner