Veröffentlicht: Donnerstag, 27. August 2015 in Kategorie: Ausdauersport und Wandern

Heilklimawanderung um Finsterbergen

Es war der 23.8.2015, Ronald und Beate haben wieder zum Wandern eingeladen. Treffpunkt war diesmal der Parkplatz „Reiterhof“ in Finsterbergen. Von dort wollten wir starten, zu einem sportlichen Wandertag, wo es nicht um Platzierungen geht, sondern um Bewegung an der frischen Luft, gut für die Gesundheit, aber auch für Geist und Seele.

Die Sonne lachte und es versammelten sich 16 Wanderfreunde, um die neue Herausforderung in Angriff zu nehmen. Punkt 10:00 Uhr setzte Roland seine Mütze auf – das Signal zum Start war gegeben. Es folgte eine kurze Streckeneinweisung und dann ging es auch schon los. Bei einem kurzen Marsch über die Wiesen am Rande von Finsterbergen, konnten wir die ersten schönen Eindrücke von Finsterbergen und dem schönen Thüringer Land sammeln. Es dauerte jedoch nicht lange und wir tauchten in den Wald ein. Nun ging es im Schatten der Bäume weiter und wir vernahmen das Rauschen der Leina. Zum Überqueren tauchte die Sängerbrücke auf. Roland versuchte uns zu animieren, das Rennsteiglied aus voller Kehle zu singen. Jedoch mit Blick auf den kommenden Anstieg, wurde doch die Puste gespart. Also ging es nach dem kleinen Intermezzo los, die knapp 80 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Es ging vorbei am „Neuen Haus“ und nach einer kurzen Pause weiter in die Höhe, bis der Punkt mit 607 Meter über NN erreicht war. Es folgte ein relativ ebener Streckenabschnitt. Zeit um beim Wandern die eine oder andere Himbeere oder Brombeere als „Belobigung“ nach dem Aufstieg zu naschen. Vorbei am Abzweig zum Campingplatz „Paulfeld“ ging es weiter durch unseren schönen Thüringer Wald. Nach kurzer Zeit wurden wir auch wieder für die „Strapazen“ des Aufstieges belohnt. Als sich der Wald auftat und wir linker Hand freie Sicht hatten, wurden wir mit einem herrlichen Ausblick auf Finsterbergen und auf die Höhen des Thüringer Waldes belohnt. An einen Stopp war jedoch noch nicht zu denken. Das Zwischenziel war noch nicht erreicht,es sollte jedoch in greifbarer Nähe sein. Nach ca. 6 Kilometern war die Blockhütte erreicht. Herrlicher Ausblick und hier an diesem wunderschönen Ort hat Roland auch die Mittagspause mit Verpflegung aus dem Rucksack geplant.

Die ersten Kilometer in den Beinen,IMG_7485

an diesem Ort so sollte jeder meinen,

aus dem Sack gab’s Knackwurst und Brot,

ein schöner Ausblick sich uns allen bot,

frische Luft und Sonnenschein,

woanders konnte es jetzt nicht schöner sein.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter. Den Ölberg haben wir rechter Hand liegen gelassen und es begann der Abstieg nach Finsterbergen. Jedoch waren wir am anderen Ortsrand und es begann unmittelbar nach Finsterbergen ein erneuter Anstieg. Tief Luft holen und los ging es – von 460 Höhenmetern auf 674 Höhenmeter zu steigen. Die Wanderung führte uns durch zum Teil felsige Abschnitte, hohe Fichtenbestände, saftige Waldwiesen und über einen „Barfußweg“, welcher einlud, den Wald auch mit den nackten Füßen kennen zu lernen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass der Talisman – „der Fuchs“ -, welcher an Roland’s Rucksack uns stets begleitet hat, uns auch Einblicke in die Flora und Fauna unserer Heimat gewährt hat. Nach dem Aufstieg sollten wir wieder durch herrliche Ausblicke belohnt werden. Von der „Weißen Bank“ aus, hatte man einen schönen Blick auf Finsterbergen und zum „Großen Beerberg“, seitlich des Körnberges war der Inselsberg zu sehen und ein Stück weiter lud uns der Blick auf Friedrichroda kurz zum verweilen ein. Damit war auch schon ¾ unserer heutigen Wanderstrecke geschafft. Ab jetzt ging es bergab, gespickt mit  kleinen, aber „straffen“ Anstiegen. Nach ca. 17 Kilometer kamen wir wieder am Parkplatz an. Es gab keinen Sieger und keinen Verlierer. Es war wieder eine tolle Mannschaftsleistung. Der Körper war gefordert und der Geist und die Seele kamen nicht zu kurz – einfach ein gelungener Wandersporttag. Bevor wir uns jedoch alle verabschiedeten, sollte der Tag noch durch ein gemütliches Beisammensein abgerundet werden. Für die Wanderer, die wollten, klang der Tag am Lagerfeuer aus. Es gab „Stockbrot“, „Stockwurst“ über dem Lagerfeuer knusprig gebrutzelt und nachdem durch eine gelungene Mannschaftsleistung alle Zutaten zusammengerührt waren, gab es leckere Kartoffelpuffer, welche von Ronald persönlich gebraten wurden. Vielen Dank für die Organisation an Ronald und Beate.

Andrea und Matthias Bergmann

Einige Schnappschüsse von Bärbel Thomas