Veröffentlicht: Montag, 26. März 2018 in Kategorie: Ausdauersport und Wandern

Maulwürfe und Bernstein- unterwegs im Jonastal

Am 25.03.2018 war es wieder soweit. 13 Wanderer wollten das Geheimnis des Jonastal erkunden. Jeder der Mitstreiter sagte sofort, dass er zwar schon mit dem Auto durchgefahren ist, aber noch nie zu Fuß hier unterwegs war. Genauso ging es uns auch, als wir vor 4 Wochen die Idee hatten, hier zu wandern. Das Wetter war super, früh noch etwas kühl, aber Sonne und später um die 12°C. In Anbetracht des Mottos war als Maskottchen dieses Mal“ Manni Maulwurf“ mit dabei.
Wir folgten zunächst einem Pfad unterhalb der Felsen, hier waren im Krieg die Bunker und unterirdischen Anlagen. Heute sieht man davon kaum noch etwas. Es sind einige Hinweistafeln aufgestellt, mit alten Fotos und Erklärungen. Um es gleich vorweg zu nehmen- wir haben das Bernsteinzimmer nicht gefunden.
Wir folgten dem Bachlauf der „wilden Weise“, der führt aber zum Glück nur bei Schneeschmelze Wasser- wir haben gerade Schneeschmelze. Es war aber trocken. Damit ist aber nur der Bachlauf gemeint, ansonsten war es schon recht schlammig. Einmal bin ich sogar ausgerutscht und rückwärts im Gebüsch verschwunden, war aber zum Glück eine weiche Landung. Der Weg verläuft eine ganze Zeit parallel zur Straße. Später verließen wir das Tal um einen kurzen, aber sehr steilen Anstieg hinaufzulaufen. Da wurde die Luft schon weniger, plötzlich redete keiner mehr.
Oberhalb des Tales sind die Wege dann eher eben mit kleinen Anstiegen. Wir passierten Espenfeld, ließen dass aber rechts liegen. Wir liefen direkt an einem Naturschutzgebiet entlang. Erste kleine Leberblümchen wurden gesichtet. Nach kurzer Zeit erreichten wir eine Schutzhütte mit Sitzgruppe, die für unsere Mittagspause wie geschaffen war. Wir saßen in der Sonne, alle hatten ihr Essen dabei, wir schwatzten und lachten. Nach dem schlechten Wetter und der Kälte in den letzten 2 Wochen tat das echt gut. Wir konnten uns kaum losreißen.
Weiter ging es Richtung Gossel. Aber auch hier bogen wir vorher ab. Über schlammige rutschige Wiesenwege ging es wieder hinab ins Tal. Noch einmal wanderten wir unterhalb der beeindruckenden Felswände entlang zurück zum Parkplatz. Wir hatten heute zwar nur 13 km absolviert, aber den wunderbaren Tag umso mehr genossen.

Fotos (Werner): Wandern im Jonastal