Veröffentlicht: Montag, 20. April 2015 in Kategorie: Wandern

Wanderung „Wasser für die Wasserkunst“ entlang an Flößgraben und Leinakanal

Das Wetter an diesem 12. April war wunderbar, Sonnenschein und ca. 15°C. So waren wir nicht verwundert, dass sich 22 Mutige für diese sportliche Wanderung eingefunden hatten. Die Ausschreibung hatte sicher einige neugierig gemacht.

Los ging es an der Bushaltestelle in Georgenthal, denn die Meisten waren der Empfehlung gefolgt, den Bus zu nehmen. So haben wir gleichzeitig noch dem Nahverkehr zu ein paar mehr Fahrgästen verholfen.

Wir liefen zunächst bis zum Teiler in Georgenthal, also der Stelle, wo der Flößgraben von der Apfelstädt geteilt wird. Viele waren schon oft mit dem Auto an dieser Stelle vorbeigefahren, aber so aus der Nähe kannte es der überwiegende Teil nicht. Nachdem Ronald einiges zum Flößgraben erklärt hatte, konnte die eigentliche Wanderung beginnen. Wir hielten uns immer direkt am Wasser. Der Weg führt idyllisch auf verborgenen Pfaden durch Georgenthal, vorbei am Hammerteich und dann an einem Waldrand mit uralten Bäumen und vom Gesang der Vögel begleitet bis an die Bungalowsiedlung am Hirzberg. Hier verließen wir nun endgültig den Pfad, liefen über Wiesen unter dem Weidezaun hindurch, durch ein Schlupfloch im Holzzaun über den Schafpferch, bis wir schließlich auf der Höhe von Hohenkirchen wieder auf einen „ richtigen“ Weg kamen. Bis hierhin ging alles prima und auch die Mitwanderer aus den etwas älteren Semestern haben gut mitgehalten. Unser jüngster Teilnehmer Theo mit seinen 13 Jahren hatte da natürlich keine Probleme, er war schon ganz gespannt, wann das richtige Abenteuer losgeht.

Kurz vor Petriroda war es dann soweit, hier kommen Kanalsysteme des Kranichmoores hinzu. Wir mussten das Wasser mehrmals auf 30 cm breiten Stegen ohne Geländer überqueren. Hier nahmen die ersten zwei einen kleinen Umweg in Kauf, um diese Stelle auf einer richtigen Brücke zu umgehen.

Am Kranichmoor legten wir dann die wohlverdiente Mittagsrast ein. Bei herrlichem Sonnenschein konnte jeder sein mitgebrachtes Essen verzehren. Weiter ging es wieder zurück an den Flößgraben, wo wir einem schmalen Wildpfad direkt am Wasser folgten. Dieser endete an einem Tunnel unter der Bahnlinie. Wir mussten, wie das Wasser auch, unten durch. Auf Steinen balancierend erreichten wir die andere Seite und kamen schließlich nach Emleben. Auch hier war nochmals ein Seitenarm des Wassers auf Steinen zu überqueren. In Emleben konnten wir die Stelle sehen, an dem der Flößgraben und der Leinakanal sich vereinen.

Zum Schluss folgten wir dem Leinakanal bis zum Boxberg, auch hier wieder auf ganz schmalen Pfaden. Als letzte Herausforderung mussten wir nur noch einige umgefallene Bäume überwinden, den der letzte Sturm auf den Weg geworfen hatte, eine Umgehung war nicht möglich. Also hieß es, Beine hochheben. Ronald half den Frauen ein wenig, so dass auch dieses letzte Hindernis überwunden wurde.

Zum Abschluss kehrten wir noch auf ein Getränk im Biergarten am Boxberg mit herrlicher Sicht auf den Inselsberg und den Thüringer Wald ein. Alle waren begeistert von der anspruchsvollen aber wunderschönen Wanderung auf Wegen, die sie noch nie gegangen waren. Wir überquerten 20 Brücken und Stege, 2 Tunnel, 1 Steinkaskade und mehrmals die Straße. Diese Wanderung hat die Ehrfurcht für dieses“ Technisches Denkmal“ des Mittelalters wieder in Erinnerung gebracht.

Wir hatten auch dieses Mal wieder ein kleines Maskottchen dabei, das uns beschützt hat. Dieses Mal war es „Frodo Frosch“, den ich eigens für die Tour gestrickt hatte.

Im Hainich hatten wir ja „Shaun Schaf“ und in der Drachenschlucht natürlich „Drako Drache“ dabei. Wir freuen uns schon auf die nächste Tour am 14.06.2015 auf Tannhäusers Spuren am Hörselberg. Mal sehen, welches Maskottchen da passt.

Beate Werner (Text und Bilder)