Veröffentlicht: Montag, 7. November 2016 in Kategorie: Judo Allgemein

Bundesfinale Deutscher Jugendpokal U14

Happy End beim Deutschen Jugendpokal
Senftenberg, 4.-6.11.2016
Für gewöhnlich ist der Judoka im Kampf auf sich allein gestellt. Der Druck ist groß, es gibt nur zwei Optionen – Sieg oder Niederlage. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann zur entscheidenden gegnerischen Wertung und somit zum vorzeitigen Ausscheiden aus einem Turnier führen.
In Judo-Mannschaftswettbewerben gibt es im Prinzip ebenfalls nur Zweikämpfe aber irgendwie ist alles anders. Man steht zu Beginn und am Ende eines Mannschaftskampfes nicht alleine auf der Judomatte, man hat als Team, auch bei einzelnen Niederlagen, eine Chance zum weiterkommen und die Unterstützung vom Mattenrand aus pusht noch einmal. Wenn es schiefgeht muss die Mannschaft zusammenstehen, wenn man Erfolg hat darf man gemeinsam feiern. Genau dieser Charakter eines Teamwettkampfes war am vergangenen Wochenende zum Bundesfinale des Deutschen Jugendpokals in Senftenberg zu spüren. Fast 60 Mannschaften aus dem ganzen Bundesgebiet sorgten für eine fantastische Atmosphäre in der Niederlausitzhalle. Gekämpft wurde in 5 Gewichtsklassen der Altersklasse U14, bei den Mädchen waren auch Kampfgemeinschaften aus zwei Vereinen möglich. 
Das Thüringer Jugendpokalteam vom FSV 1950 Gotha und dem JSC Saalfeld: 1. Reihe vlnr.: Arsen Ovakimidis, Joyce Schneegaß, Eileen Bastek, Tina Schuchhardt, Kevin Bakseev, Nils Voß, Marc Lehmann, Valentin Pahlke, William Menger 2. Reihe vlnr.: Matthias Born, Emily Born, Aisha Arnold, Aikaterina Ntemirtsian, Akop Ntemirtsian, Rene Stichling, Alex Wirthwein, Narek Berogian, Tobias Tejkl

Foto (Tejkl): Das Thüringer Jugendpokalteam vom FSV 1950 Gotha und dem JSC Saalfeld; 1. Reihe vlnr. Arsen Ovakimidis, Joyce Schneegaß, Eileen Bastek, Tina Schuchhardt, Kevin Bakseev, Nils Voß, Marc Lehmann, Valentin Pahlke, William Menger;
2. Reihe vlnr. Matthias Born, Emily Born, Aisha Arnold, Aikaterina Ntemirtsian, Akop Ntemirtsian, Rene Stichling, Alex Wirthwein, Narek Berogian, Tobias Tejkl

Der FSV 1950 Gotha war der einzige Thüringer Verein der teilnahm. 
Ein Jungenteam und eine Kampfgemeinschaft mit dem JSC Saalfeld bei den Mädchen, waren am Start. 
Trotz einer nicht besetzten Gewichtsklasse schlugen sich die Mädchen tapfer. Mit zwei Siegen gegen die KG Judoteam Steinheim/JZ Heubach und KG Stella Bevergern/JG Münster und einer Niederlage gegen die KG SC Berlin/BC Samurai Berlin konnte man sich auf den zweiten Platz im Pool C kämpfen. Leider sorgten gleich zwei Verletzungen gegen die Berlinerinnen für Schockmomente auf Gothaer Seite. Mit Aikaterina Ntemirtsian konnte eine Kämpferin etwas angeschlagen im nächsten Kampf wieder auflaufen. Ihre Saalfelder Mitstreiterin Emily Born verloren die Gothaer aber verletzungsbedingt in ihren Reihen. Ausgerechnet in ihrer Gewichtsklasse hatten die Thüringer Mädchen keine Ersatzkämpferin dabei. 
Stark geschwächt musste man sich im Achtelfinale gegen die KG TSV Großhadern/DJK Ingolstadt geschlagen geben. Auch in der Trostrunde war mit drei Kämpferinnen kein Sieg mehr zu holen. Nach zwei Niederlagen konnte zwar Eileen Bastek noch einen Punkt für die KG Gotha/Saalfeld erkämpfen, die beiden letzten Gewichtsklassen musste man jedoch kampflos abgeben. 
Bei den Jungs sorgten drei sehr knappe 2:3 Niederlagen für das vorzeitige Aus im Pool. Nachdem man sich JC Panthera Bremen und TSV München Großhadern geschlagen geben musste, hatte man im letzten Poolkampf gegen das Shidosha Dojo Berlin noch eine Minimalchance auf das Weiterkommen, denn mit einem Sieg der Gothaer wären gleich drei Mannschaften mit nur einem Poolsieg Kandidaten für das Achtelfinale gewesen. Diese Chance verpassten die Gothaer Jungs aber knapp. 
Sieger im Teamwettbewerb weiblich: Tina Schuchhardt, Joyce Schneegaß, Eileen Bastek, Aikaterina Ntemirtsian, Emily Born, Aisha Arnold

Foto (Tejkl): Sieger im Teamwettbewerb weiblich; Tina Schuchhardt, Joyce Schneegaß, Eileen Bastek, Aikaterina Ntemirtsian, Emily Born, Aisha Arnold

Das am Ende doch noch alle irgendwie glücklich nach Hause reisen konnten, war einmal der tollen Veranstaltung geschuldet und zum Zweiten einem Achtungserfolg des Mädchenteams zu verdanken, die nämlich abseits der Judomatte den ersten Platz beim Teamwettkampf des Deutschen Judobundes erkämpfen konnten. Bei diesem Wettbewerb war zwar kein Judokönnen gefragt, aber man musste in verschiedenen Disziplinen Geschicklichkeit, Kraft, Schnelligkeit und vor allem Teamgeist zeigen.
Das schafften die Mädchen der KG FSV 1950 Gotha/JSC Saalfeld am besten von allen Teams und so hatten die Thüringer dann doch noch einen Pokal mit im Gepäck. (TT) 
Alle Ergebnisse und weitere Informationen zum DJP U14 unter: 
www.judobund.de/jugend/ 
U14 Team weiblich – KG FSV 1950 Gotha/JSC Saalfeld
-38 kg: Tina Schuchhardt, Joyce Schneegaß
-44 kg: Aikaterina Ntemirtsian
-50 kg: Eileen Bastek, Aisha Arnold
-57 kg: Emily Born (JSC Saalfeld)
+57 kg: unbesetzt
 
Trainer: Arsen Ovakimidis, Matthias Born

 

U14 Team männlich – FSV 1950 Gotha
-37 kg: Rene Stichling 
-42 kg: Nils Voß, William Menger
-48 kg: Kevin Bakseev, Narek Berogian, Valentin Pahlke, 
-55 kg: Alex Wirthwein, Marc Lehmann
+55 kg Akop Ntemirtsian
 
Trainer: Tobias Tejkl