Veröffentlicht: Samstag, 21. November 2015 in Kategorie: Judo Allgemein

Judo – Wanderpokal geht nach Gotha

Eisenach, Werner-Aßmann-Halle, 21.11.2015

Mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 27 Punkten gewannen die Judoka vom FSV 1950 Gotha am vergangenen Wochenende zum dritten Mal in Folge das Wartburg-Pokalturnier in Eisenach vor dem JSC Stotternheim (42 Punkte) und dem JC Jena (31 Punkte). Damit geht der Pokal nun dauerhaft nach Gotha. Die Gothaer stellten mit 50 Judoka das größte Teilnehmerfeld, in dem mit gut 400 Kämpfern aus über 20 Vereinen gut besetzten Turnier der Altersklassen U10, U12, U15, U18 und Männer. Die Ausrichter vom PSV Eisenach und Kempo Wutha-Farnroda freuten sich in diesem Jahr über eine wieder gestiegene Teilnehmerzahl im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Auf den insgesamt fünf Tatamis holten die FSV Judoka 12 Gold-, 11 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Erfreulich für die Trainer, auch neu erlernte Techniken und Bewegungen flossen in die Kämpfe ein. Die meisten Sportler werden mit dem Jahreswechsel einen Altersklassenwechsel vollziehen, deshalb wird sich im Training schon fleißig darauf vorbereitet. So dürfen Judoka ab der Altersklasse U13 auch Hebeltechniken anwenden. Zudem rücken anspruchsvollere Würfe in den Fokus. Tina Schuchhardt, eine der erfolgreichste Gothaer Nachwuchsmädels und bekannt für ihre spektakulären Hüftwürfe, zeigte bei den letzten Wettkämpfen schon öfters einen schönen Uchi-Mata. Bei diesem Innenschenkelwurf wird der Gegner mit Hilfe des Beines ausgehoben und geworfen. Gefragt ist hier eine gute Körperspannung und Beweglichkeit. An Beweglichkeit mangelt es der 10-jährigen Leichtgewichtlerin sicher nicht, denn den Spagat meistert sie perfekt.

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Foto (Tejkl): Sophie Stichling vom FSV setzt bei ihrer Gegnerin einen Tai-otoshi an. Am Ende kann die Gothaer U10 Kämpferin eine Silbermedaille gewinnen.

Für ein Highlight sorgte Goldmedaillengewinner Marc Lehmann in der U13 bis 43 Kilogramm. Er zauberte praktisch ansatzlos einen wuchtigen O-goshi aus der Hüfte und beförderte damit seinen Gegner im hohen Bogen auf die Matte. Im Vereinsinternen Duell der U13 bis 31 Kilogramm sorgte Benjamin Arai für eine faustdicke Überraschung. Als Rookie holte er seinen erfahrenen Teamkameraden René Stichling in einer perfekten Kombination mit einem schönen Ko-uchi-maki-komi von den Beinen und sicherte sich somit einen sehr guten zweiten Platz in seiner Gewichtsklasse. Mit dem Weihnachtsturnier des FSV steht in gut drei Wochen der letzte Wettkampf im Terminkalender der Judoka. In diesem Jahr wird das Turnier in Günthersleben-Wechmar stattfinden, da die Baumaßnahmen in der Arnoldi Turnhalle in der Eschleber Straße noch nicht abgeschlossen sind. (TT)