Veröffentlicht: Dienstag, 8. März 2016 in Kategorie: Judo Allgemein

Judoka Fabian Meyer erfolgreich bei Deutschen Meisterschaften

Herne, 27.2.2016 und Frankfurt/Oder 6.3.2016

Überglücklich und erleichtert war Gothas Schwergewichtsjudoka Fabian Meyer als der Arm des Kampfrichters nach oben schnellte und den entscheidenden Ippon anzeigte.

Im Kampf um Platz drei der Deutschen U18 Meisterschaft war bis in die Schlusssekunden noch alles offen. Gegen den Hamburger Rahimi Moghaddam lag Fabian zwar nach Strafen knapp in Führung, eine  entscheidende Wertung wollte aber zugunsten des Sportlers vom FSV 1950 Gotha nicht fallen. Eine kleine Wertung seines Gegners hätte das Blatt noch einmal wenden können aber Gothas Schwergewicht behielt auch Dank der Unterstützung vom Mattenrand durch Landestrainer Mike Göpfert, Heimtrainer Tobias Tejkl und der Thüringer Kämpfer einen kühlen Kopf.

Foto (Tejkl): Freude und Erleichterung bei Fabian Meyer. Seine Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft, ist die Erste für einen Gothaer Judoka im männlichen Nachwuchsbereich.

Foto (Tejkl): Freude und Erleichterung bei Fabian Meyer. Seine Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft, ist die Erste für einen Gothaer Judoka im männlichen Nachwuchsbereich.

Nach dem verpatzte Halbfinale gegen Niklas Pelz (Berlin), in dem Fabian nach einem guten Start zu unkonzentriert agierte, war der Druck auf den Schwergewichtler nämlich enorm groß. Nach einem fünften und siebten Platz in den Vorjahren, wollte Fabian in diesem Jahr unbedingt eine Medaille holen. In der Schlussphase gelang dann nach einem Angriff eine Bodenaktion, bei der Fabian seinen Gegner in einen Festhaltegriff bekam, aus dem es für den Hamburger kein entrinnen mehr gab.

Mit seiner 3. Platz in der Schwergewichtsklasse über 90 Kilogramm schreibt er auch  Gothaer Judogeschichte. Bisher gelang es im männlichen Nachwuchsbereich noch keinem Gothaer Sportler eine Medaille bei deutschen Meisterschaften zu erkämpfen. Nach Sarah Vogel, die 2010 Deutsche Meisterin wurde, ist er insgesamt erst der zweite FSV Sportler der auf die Podestplätze bei einer DEM klettern konnte.

Foto (Tejkl): Im Halbfinale gegen den Berliner Nilkas Pelz (blauer Judogi) kam Fabian nach einem guten Start aus dem Tritt, zu unkonzentriert wirkte der Gothaer auf der Tatami. Nach einem Konter seines Kontrahenten entscheidet ein Festhaltegriff den Kampf.

Foto (Tejkl): Im Halbfinale gegen den Berliner Nilkas Pelz (blauer Judogi) kam Fabian nach einem guten Start aus dem Tritt, zu unkonzentriert wirkte der Gothaer auf der Tatami. Nach einem Konter seines Kontrahenten entscheidet ein Festhaltegriff den Kampf.

Mit Pio Wittek war noch ein weiterer Gothaer Sportler in Herne dabei. In der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm verletzte er sich allerdings gleich im ersten Kampf an der Schulter und konnte daraufhin nicht weiterkämpfen. Neben Fabian Meyer standen mit Elisha Kraft (Kodokan Erfurt), Magomed Dzhamalutdinov (Mattenteufel Erfurt), und Vincent Giller (SV Schwarza) noch drei weitere Thüringer Sportler auf dem Siegerpodest. Sie gewannen ebenfalls die Bronzemedaille. Die Damen blieben 2016 allerdings ohne Medaillenerfolg. Hier war die beste Platzierung Platz fünf für Lea Stein aus Stotternheim.

Zeit zum ausruhen hatte Fabian Meyer nicht. Gleich am darauf folgenden Wochenende stand mit der DEM U21 die nächsten Nationalen Titelkämpfe an. Nach seinem Zweifacherfolg bei den Mitteldeutschen Meisterschaften hat er sich als ältester U18 Jahrgang auch für die höhere Altersklasse qualifizieren können. In Frankfurt/Oder konnte der Gothaer ganz ohne Druck kämpfen. Hier kam es vor allem darauf an Erfahrungen zu sammeln und erste Achtungszeichen in der +100 Kilogramm Klasse zu setzen. Das schaffte Fabian auch auf Anhieb mit einem hervorragenden 5. Platz im Schwergewicht. Auch U18 Bundestrainer Bruno Tsafack war mit Fabians Abschneiden zufrieden. Nach seiner langen Verletzungspause  ist der FSV Sportler nun wieder voll im Wettkampfgeschehen angekommen. Als nächstes warten weitere Turniere und Lehrgänge auf den D/C Kader und Sportschüler des Jenaer Sportgymnasiums. (TT)