Veröffentlicht: Sonntag, 22. Januar 2017 in Kategorie: Judo Allgemein

Offene Berliner Kata-Meisterschaft und Kata Jugend Pokal

Berlin, 22.01.2017

Zur Vorbereitung auf die Wettkampfsaison 2017 nahm das Kata-Team des FSV 1950 Gotha e.V. an der Offenen Berliner Meisterschaft und dem Kata Jugend Pokal teil. Im letzten Jahr gelang den bis dato einzigen Thüringer Kata-Wettkämpfern im Erwachsenenbereich schon der Sieg in Berlin. In diesem Jahr wurde ganz klar die Titelverteidigung in der Katame-no-kata angestrebt.
Tobias Maultzsch (Tori) konnte mit Partner André Pfannschmidt (Uke) dieses Ziel auch souverän erreichen. Das die Thüringer in der Favoritenrolle waren, konnte man auch den Worten der Berliner Wertungsrichter entnehmen: „Es wurde der erwartete Ausgang bei der Katame-no-kata“. Als Neueinsteiger in der Nage-no-kata konnten Lukas Eichler (Tori) mit Anthony Menger (Uke) bei ihren zweiten Kata-Wettkampf, mit ihrer bis dahin besten Vorführung, einen sehr guten 3. Platz von fünf Paaren erreichen. Während in anderen Bundesländern der Kata-Wettkampfsport schon etabliert ist, nehmen die Gothaer in Thüringen eine gewisse Vorreiterrolle ein.
Klaus-Dieter Tiedecke, der auch Kata-Wertungsrichter ist, hofft für die Zukunft auf weiteren Zuspruch auch aus anderen Thüringer Vereinen.

Foto (privat:  vlnr. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler, Anthony Menger, Klaus-Dieter Tiedecke) 

Foto (privat:  vlnr. André Pfannschmidt, Tobias Maultzsch, Lukas Eichler, Anthony Menger, Klaus-Dieter Tiedecke)

Die zahlreichen Judo-Katas mit ihren festgelegten und namentlich benannte Abfolgen von Techniken werden in den Prüfungen zu den Judo-Meistergraden verlangt. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Säule des Judo zur Verbesserung der Technik im Detail. Neben einem besseren Technikverständnis wird aber auch die Kondition geschult. Besonders ältere Sportler können sich so über das Ende ihre aktiven Wettkampfkarriere hinaus fit halten. Judo-Katas gibt es sowohl im Stand als auch im Boden. Aus dem Jiu-Jitsu entstammen zudem mehrere Selbstverteidigungskatas, die in den höheren Dan-Graden gezeigt werden müssen. Fast alle Judo-Katas werden mit einem Partner ausgeführt. Dabei führt der Tori die Technik mit oder an seinem Partner, der im Judo Uke genannt wird, aus. (TT)