Veröffentlicht: Sonntag, 2. April 2017 in Kategorie: Judo Allgemein

Sieben Medaillen für Gothaer Judoka bei Thüringer Landeseinzelmeisterschaften der U11

200 Judoka kamen am vergangenen Sonntag im Sportforum Jena zusammen, um die neuen Landesmeister in der Altersklasse U11 zu küren. 26 Vereine aus ganz Thüringen hatten ihre besten Nachwuchsjudoka zu den Titelkämpfen gemeldet. Am Ende hatte der SV 1883 Schwarza mit dreimal Gold und viermal Silber in der Medaillenstatistik die Nase vorn, gefolgt vom SV Schmalkalden 04 (2/2/0) und JSC Stotternheim (2/1/7). Aus Gothaer Sicht konnte man mit einem Landesmeistertitel für Maya Hoffmann, einem Vizetitel für Pepe Heustock und fünf Bronzemedaillen für Richard Arai, Jeremias Schmoock, Anna Laumen, Anastasia Arnold und Lea Rink glänzen. Besonders ärgerlich, Pepe Heustock hatte seinen Finalgegner im Wettkampf zuvor noch besiegen können. Im Entscheidenden Kampf um den Landesmeistertitel zog er allerdings dieses Mal den Kürzeren. Seine Siegtechnik wollte ihm einfach nicht gelingen. Damit konnte man zwar nicht ganz die Ergebnisse der Vorjahre wiederholen, blieb aber dennoch auf der Erfolgsspur. Für die Verantwortlichen in Gotha heißt es nun den eigenen Nachwuchs weiter heranzuführen und für den Wettkampfsport zu begeistern. An Judokindern mangelt es im FSV 1950 Gotha auf jeden Fall nicht.
Im Vergleich zu Vorjahresstatistiken sorgte die Umsetzung der neuen Kampfregeln im Jugendbereich für längere Kampfzeiten, mit deutlich mehr Golden Score Kämpfen. Im Golden Score-Modus, der Verlängerung im Judo, entscheidet die erste Wertung oder Bestrafung über den Sieg, wenn nach der regulären Kampfzeit keine Entscheidung gefallen ist. Insgesamt konnte in 325 Kämpfen 217 Ippons erzielt werden. Mit einem Ippon kann der Judoka einen Kampf vorzeitig beenden. Den Vollen Punkt erreicht man durch eine perfekte Wurftechnik, bei der der Gegner auf dem Rücken landen muss oder durch das fixieren des Gegners in der Rückenlage. Eine Festhaltetechnik muss für einen Ippon 20 Sekunden gehalten werden.
Bei den Wurftechniken bevorzugten die jungen Kämpfer vor allem Hüfttechniken wie Uki-goshi und O-goshi. Absoluter Spitzenreiter dürfte aber erneut der O-soto-otoshi gewesen sein, der als einer der ersten Würfe gelehrt wird. An Fußwürfe und Schulterwürfe wagten sich indes nur die wenigsten Kinder.
um ersten mal bei einer U11 Landesmeisterschaft stand nur noch ein Kampfrichter auf der Matte. Zwei weitere Kampfrichter an jeder Matte können mit Hilfe der Videotechnik (Care-System) zweifelhafte Situationen klären und dem Mattenleiter über Funk entsprechende Informationen liefern. Damit setzt der Thüringer Judoverband Technik ein, wie sie auch im Spitzenbereich Verwendung findet. Nach der Osterferienpause stehen mit dem Landesausscheid des Deutschen Jugendpokals U16 und den Thüringer Landes-Vereins-Mannschaftsmeisterschaften U13 zwei Teamwettbewerbe an. Beide Meisterschaften werden Ende April in Nordhausen ausgetragen. (TT)

Foto (Thomas Schauseil): Pepe Heustock (FSV Gotha) ist immer für eine spektakuläre Technik zu haben. Hier scheinen beide Kämpfer Anleihen in den Matrix-Filmen genommen zu haben.

Foto (Thomas Schauseil): Trotz guter Leistung reichte es bei einigen Gothaer Judoka nicht für eine Podestplatz. Andrei-Rudloff (FSV Gotha), der hier einen O-uchi-gari von Maxim Konkin (SV Schwarza) kontern will, kann aber im nächsten Jahr noch einmal angreifen.