Veröffentlicht: Samstag, 5. August 2017 in Kategorie: Ausdauersport und Wandern

117. Deutscher Wandertag Eisenach

Am 30.07.2017 war es wieder soweit. Wir wollten auch Teil der großen Wanderfamilie sein. Es hatte sich allerdings nur 5 Leute dazu entschlossen, mitzukommen, wahrscheinlich waren auch noch einige im Urlaub. Da in Eisenach vermutlich die Parkplätze rar sein würden, fuhren wir mit dem Zug von Gotha hin. In der Stadt war schon einiges los, Wandervereine aus ganz Deutschland sind hier her gekommen, um auch auf Luthers Spuren zu wandern.

Aus der Stadt hinaus gingen wir bergauf, um dann kurz vor der Wartburg auf einen Wanderweg in Richtung „Teufelskanzel“ abzubiegen. Nach 5 Minuten waren wird schließlich allein im Wald und trafen auch lange Zeit keine weiteren Wanderer. Wir fanden schließlich die „ Teufelskanzel“ eine Felsformation, die Einblicke in die Wälder zwischen Eisenach und dem Rennsteig boten.

Unsere Tour sollte uns anschließend zur „Elfengrotte“ führen. Diesmal mussten alle Mitwanderer gemeinsam mit uns den Weg erkunden, denn wir hatten aus Zeitgründen keine Vorwanderung absolvieren können. Wir bewegten uns ausschließlich auf herrlichen schattigen Waldwegen. Den Abzweig zur „Elfengrotte“ fanden wir dann eher zufällig. Wir mußten steil in ein kleines Tal absteigen. Dieses wird von mächtigen Felsen begrenzt. In der Mitte plätschert ein Wasserfall herunter. Wir staunten sehr über dieses Naturwunder. Auf „Malle“ hätten sie Busladungen heran gekarrt. Wir hatten alles kostenlos und still. Hier war es angenehm kühl und auf der extra für uns aufgestellten Bank hatten genau 5 Personen zur Mittagsrast Platz. Die „Elfengrotte“ ist eine kleine Höhle, in der grünlich bläuliche Algen im Dunkeln leuchten.

Wir streiften kurz den Anfang zur Drachenschlucht. Über die Sängerwiese gelangten wir erneut auf einen tollen Pfad an Felsen entlang zur „Eliashöhle“. Unterhalb der Wartburg erreichten wir wieder einen Hauptweg. Wir bauten aber erneut einen Schlenker ein, denn unweit gibt es einen Berg, der genau gegenüber der Wartburg liegt und nochmals schöne Ausblicke auf diese bietet.

Dann ging es hinunter in die Stadt, wir hörten schon von weitem die Musik. Zum Abschluss des Deutschen Wandertages fand noch ein großer Festumzug statt. Wir hatten Glück und fanden am Markt in einem Cafe´ noch einen Platz, um den Tag schön ausklingen zu lassen. Langsam schlenderten wir durch die Stadt zum Bahnhof zurück und fuhren mit dem Zug zurück nach Gotha. Die Umgebung von Eisenach hält immer wieder neu Überraschungen für uns bereit.

Beate Werner/Text + Bilder