Veröffentlicht: Dienstag, 7. Juni 2016 in Kategorie: Ausdauersport und Wandern

Alpine Wanderung zum Ruppberg

In den vergangenen Tagen brodelte es immer wieder. Starker Regen, Blitz und Donner haben uns immer wieder
begleitet und so nahte mit doch etwas gemischten Gefühlen der Sonntag, der 05.Juni 2016.
Frühmorgens wurde der Wetterbericht noch einmal konsultiert, denn bei Gewitter möchte niemand im Thüringer Wald
wandern gehen. Die Vorhersage war gut, also ging es los.
In Oberhof an der Therme trafen sich pünktlich 10:00 Uhr neun mutige Wanderfreunde.
Die Wanderschuhe an den Füßen, die Verpflegung im Rucksack und ein prüfender Blick zum Himmel, so ging es auf
die 21 Kilometer lange Strecke.
Es dauerte nicht lange und wir ließen Oberhof hinter uns und tauchten in den Thüringer Wald ein. Der Weg führte leicht
bergan und wir kamen gut voran.
Nach geraumer Zeit kamen wir an das Schützenbergmoor. Ein Hochmoor im Thüringer Wald, welches auf einem
Holzbohlenpfad zu einem Rundgang einlud. Also nicht lange Überlegen und schon wurde der kleine Rundweg
absolviert.
Zurück auf der Wanderroute ging es weiter bis zum Veilchenbrunnen. Aus einem kleinen Felsen sprudelte ganz munter
das klare Wasser und die Wasserflaschen konnten aufgefüllt werden.
Nach einer kurzen Klettereinlage hatten wir einen beeindruckenden Blick vom „gebrannten Stein“. Von dort aus konnte
man die Sprungschanze am Kanzlersgrund sehen. Bevor wir jedoch zu seinen Füßen stehen sollten, sollte noch einige
Zeit vergehen.
Das Wetter hatte uns bis jetzt auch nicht im Stich gelassen und so ging die Wanderung weiter zum Ruppberg. Am
Parkplatz am Fuße des Ruppberges vorbei, wartete ein langer und steiler Aufstieg auf uns. Die Gespräche wurde immer
knapper bis sie fast gänzlich verstummten. Tief Luft holen war angesagt und der Berg wurde bezwungen.
Oben auf dem Berg angekommen, wurden wir mit einem herrlichen Rundblick belohnt. Vor unseren Füßen im Tal lag
Zella-Mehlis, eingebettet in die Höhenzüge des Thüringer Waldes.
Das herrliche Wetter und der schöne Ausblick wurde genutzt, um Rast zu machen. Mit musikalischer Begleitung hat es
gleich noch viel besser geschmeckt.
Nach der Mittagspause begann der Abstieg. Ungefähr die Hälfte des Weges war geschafft und wir tauchten wieder in
den Wald ein. Der Weg führte uns durch den Bestand von hohen Bäumen und über saftige Bergwiesen.
Das Zwischenziel, welches jetzt angesteuert wurde, war der Kanzlersgrund. Hier angekommen folgten wir dem Lauf
des Haselbach bis wir den Auslauf der Skisprungschanze erreichten. Ein Blick nach oben in Richtung Schanzentisch
lies erahnen, das unsere Beine noch kurz vor dem Ziel ein gewaltiges Stück Arbeit vor sich hatten.
Ca. 600 Stufen, danach standen wir oben an der Schanze und wurden von einem herrlichen Blick in das Tal, in den
Kanzlersgrund belohnt. Vorbei am Grenzadler mit der Biathlonanlage ging es zurück nach Oberhof.
21 Kilomter war diesmal die Strecke lang, 550 Höhenmeter haben wir bewältigt und während des gesamten Marsches
hat uns der Wettergott nicht verlassen.
Aber seit dem Passieren des Grenzadlers trübte sich der Himmel langsam ein und mit Erreichen von Oberhof hörten wir
das erste Grummeln am Himmel. Trockenen Fußes haben wir die Wanderung begonnen und trockenen Fußes kamen wir
auch wieder am Ziel an. Hinter uns lag eine anspruchsvolle Strecke, wieder mit tollen Erlebnissen und Eindrücken.

Andrea und Matthias Bergmann/Text

Beate Werner/Bilder